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Fulda: Falscher Polizist soll Mädchen missbraucht haben

Ein Student soll sich als Polizist ausgegeben haben, um junge Mädchen angeblich nach Drogen zu untersuchen. Erst durchwühlte er ihre Taschen, dann missbrauchte er sie. Jetzt steht er vor Gericht.

Ein junger Student hat sich in Hessen als Polizist ausgegeben, um junge Mädchen zu missbrauchen (Symbolbild)

Ein junger Student hat sich in Hessen als Polizist ausgegeben, um junge Mädchen zu missbrauchen (Symbolbild)

Vor dem Landgericht Fulda muss sich ein Student wegen sexuellen Missbrauchs verantworten. Der 24-Jährige soll sich jungen Mädchen gegenüber als Polizist ausgegeben und sie beim Abtasten sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 25 Taten vor, darunter schwerer sexueller Missbrauch und Vergewaltigung. Die Mädchen waren zum Tatzeitpunkt zwischen 10 und 17 Jahre alt.

Der Angeklagte aus Hofbieber bei Fulda soll immer nach derselben Masche vorgegangen sein: Unter dem Vorwand, die Mädchen nach Drogen durchsuchen zu müssen, soll er erst ihre Taschen und Rucksäcke durchwühlt und sie dann am Körper abgetastet haben. In einigen Fällen soll er sich auch als Bademeister oder Mitarbeiter des Gesundheitsamts ausgegeben und vorgetäuscht haben, er müsse die Mädchen auf Krankheiten untersuchen.

Echte Polizisten überführten ihn

Echte Polizisten hatten ihn auf einem Überwachungsvideo in Kassel erkannt. In seiner Wohnung stellten sie die mögliche Tatkleidung und DNA-Spuren sicher. Die Öffentlichkeit ist im Prozess ausgeschlossen, weil der Angeklagte einige Taten als Jugendlicher begangen haben soll. Mit einem Urteil ist Mitte Februar zu rechnen.

jek/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?