Suche nach Michelle Kinderleiche in Leipzig gefunden


Die Polizei in Leipzig hat die Leiche eines Kindes gefunden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die vermisste Michelle, die seit Montagnachmittag vermisst wird. Hinweise aus der Bevölkerung führten zu dem Fundort im Südosten der Stadt.

Die vor drei Tagen in Leipzig verschwundene Michelle ist höchstwahrscheinlich tot. Am Donnerstag wurde in einem Leipziger Gewässer eine Kinderleiche entdeckt und geborgen. "Es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Michelle", sagte Sachsens Polizeipräsident Bernd Merbitz vor Journalisten in der Nähe des Fundortes. Zunächst war unklar, ob das Kind Opfer eines Verbrechens wurde oder auf dem Heimweg von der Schule in einem Park tragisch verunglückte. Die Polizei schloss nicht aus, dass die Achtjährige ertrunken ist.

Michelle war am Montag auf dem Heimweg nach der Ferienbetreuung in ihrer Schule verschwunden - nur wenige Gehminuten von ihrem Zuhause entfernt. Seither hatte die Polizei mit einem Großaufgebot und Plakaten nach ihr gesucht. Der Hinweis auf die Leiche im Stadtteil Stötteritz war am Donnerstagmittag aus der Bevölkerung gekommen. Daraufhin war das Gewässer im "Stötteritzer Wäldchen" großräumig abgesperrt worden.

Bevor der leblose Körper geborgen werden konnte, hatten Spezialisten der Kriminalpolizei mehrere Stunden lang Spuren gesichert. Hunde von Staffeln auch aus anderen Bundesländern nahmen Fährten auf. Knapp 100 Schaulustige sowie dutzende Journalisten hatten die Arbeit der Ermittler am Rande eines Parks verfolgt.

Am Mittwoch hatten Bürger Kleidungsstücke gefunden, die denen von Michelle ähnelten. Als die Polizei mitteilte, dass weder ein weißer Turnschuh noch eine in einem Abrisshaus gefundene pinkfarbene Jacke dem gesuchten Mädchen gehörten, war Hoffnung aufgekeimt. Am dritten Tag nach dem Verschwinden der Schülerin hatte die Polizei ihre Suche auf leere Häuser konzentriert.

DPA DPA

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