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Suche wieder aufgenommen Polizei verfolgt Hinweis auf Versteck von Peggys Leiche


Zwölf Jahre nach ihrem spurlosen Verschwinden geht die Suche nach Peggy K. in Oberfranken weiter. Die Polizei bekam offenbar einen konkreten Hinweis, wo die Leiche des Mädchens sein könnte.

Knapp zwölf Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der kleinen Peggy aus dem fränkischen Lichtenberg geht die Polizei Hinweisen auf einen möglichen Ablegeort der Leiche des Mädchens nach. Ein Großaufgebot der Polizei durchsuchte am Montag ein Haus in Lichtenberg, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Es habe ernstzunehmende Hinweise gegeben, dass sich die Leiche Peggys irgendwo in dem Anwesen befinden könne.

Peggys Verschwinden zählt zu den spektakulärsten Kriminalfällen der vergangenen Jahre in Deutschland. Im Jahr 2004 verurteilte das Landgericht Hof trotz Zweifeln an der Täterschaft den geistig behinderten Ulvi K. rechtskräftig wegen Mordes zu lebenslanger Haft. K. soll Peggy dem Urteil zufolge im Mai 2001 sexuell missbraucht und wenige Tage später ermordet haben. Der seit seiner Verurteilung in der Psychiatrie sitzende Mann hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, dies aber später widerrufen.

Grabungen auf dem Grundstück geplant

Bereits seit dem vergangenen Jahr befasst sich die Justiz wieder mit dem Fall, zuletzt hatte der Verteidiger von K. einen Antrag auf ein Wiederaufnahmeverfahren angekündigt. Der Polizeisprecher wollte keine Angaben machen, woher die Hinweise auf den möglichen Ablegeort der Leiche kamen.

Die Beamten durchsuchten dem Sprecher zufolge am Montag das verdächtige Haus in Lichtenberg, dabei seien auch Leichenspürhunde zum Einsatz gekommen. Diese hätten aber zunächst nicht angeschlagen. Außerdem seien Menschen, "die im Zusammenhang mit dem Objekt stehen", vernommen worden. Es sei aber bisher kein Tatverdacht entstanden.

Der Polizeisprecher kündigte an, dass nach der Durchsuchung des Hauses am Dienstag das Grundstück nach Peggys Leiche abgesucht werden solle. Dabei seien auch umfangreiche Grabungsarbeiten geplant. Womöglich würden diese Arbeiten auch am Mittwoch fortgesetzt.

nw/AFP AFP

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