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Neuseeland Kinderleichen in Koffern: Südkorea liefert Mordverdächtige aus

Ulsan, Südkorea: Eine Frau (M) verlässt die Staatsanwaltschaft des zentralen Bezirks Seoul in der Polizeistation Ulsan Jungbu
Ulsan, Südkorea: Eine Frau (M) verlässt die Staatsanwaltschaft des zentralen Bezirks Seoul in der Polizeistation Ulsan Jungbu (Archivfoto)
© Bae Byung-Soo/NEWSIS via AP / DPA
Nach dem schockierenden Fund von zwei Kinderleichen in Koffern in Neuseeland ist eine 42-jährige Verdächtige von Südkorea in den Pazifikstaat ausgeliefert worden. Dort soll sie angeklagt werden.

Rund drei Monate nach dem Fund der sterblichen Überreste zweier Kinder in versteigerten Koffern in Neuseeland ist die mutmaßliche Mutter der Toten von Südkorea dorthin ausgeliefert worden. Wie die neuseeländische Polizei am Dienstag mitteilte, seien "drei Polizeibeamte nach Südkorea gereist, um die Frau zu transportieren". Am Nachmittag traf sie demnach auf dem Flughafen Auckland ein und wurde zur Polizeistation Manukau gebracht. Die 42-jährige soll am Mittwoch wegen des Vorwurfs des zweifachen Mordes einem Richter vorgeführt werden, berichtete der Sender Radio New Zealand (RNZ).

Nach Polizeiangaben wird die Verdächtige über Nacht in Gewahrsam genommen und "vor dem Bezirksgericht Manukau wegen zweier Mordanklagen erscheinen".

Das Justizministerium in Seoul teilte mit, dass wichtige Beweise in dem Fall auch an neuseeländische Beamte übergeben worden seien. "Wir hoffen, dass die Wahrheit in diesem Fall, der weltweit Aufmerksamkeit erregt hat, durch ein faires und strenges Gerichtsverfahren in Neuseeland ans Licht kommt", sagte ein Justizmitarbeiter in Seoul. Das Hohe Gericht in Seoul genehmigte im November die Auslieferung.

Verdächtige 2018 von Neuseeland nach Südkorea ausgereist

Die Verdächtige war nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in einer Wohnung in Ulsan gefasst worden. Vorangegangen waren Überwachungsmaßnahmen. Der Frau werde von den Ermittlern in Neuseeland vorgeworfen, ihre damals sieben und zehn Jahre alten Kinder um das Jahr 2018 herum in der Region Auckland getötet zu haben.

Anschließend war die Frau Polizeiangaben zufolge nach Südkorea ausgereist, wo sie sich demnach seither versteckt gehalten hatte. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap handelte es sich um eine gebürtige Südkoreanerin mit neuseeländischem Pass.

Aufnahmen der örtlichen Medien zeigten zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung im September, wie die Frau aus einer Polizeiwache in Ulsan zu einem Polizeifahrzeug geführt wurde, um sie nach Seoul zu bringen. Sie bedeckte ihren Kopf mit einem braunen Mantel und sagte auf die Frage, ob sie ein Geständnis ablegen werde, nur immer wieder: "Ich habe es nicht getan".

Kinderleichen wurden in Koffern gefunden

Die Leichenteile der Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren wurden im August in Koffern entdeckt, die bei einer Räumungsversteigerung im neuseeländischen Auckland veräußert wurden. Kurze Zeit später gelang es Polizeiangaben zufolge, die Opfer zu identifizieren und so auf die Fährte der Frau zu kommen. Davor waren die Koffer nach Polizeiangaben drei bis vier Jahre in einem Lagerhaus aufbewahrt worden. Die Polizei in dem südpazifischen Inselstaat stellte daraufhin das Auslieferungsersuchen.

rw DPA AFP

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