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Syrischer Geheimdienst in Berlin Mutmaßliche Spione in Untersuchungshaft


Zwei mutmaßliche syrische Spione sind in Berlin festgenommen worden, gegen sie wurde Haftbefehl erlassen. Gegen sechs weitere Beschuldigte wird ermittelt.

Die beiden in Berlin gefassten mutmaßlichen syrischen Spione müssen in Untersuchungshaft. Am Mittwoch eröffnete ihnen ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes (BGH) in Berlin die Haftbefehle, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Diese waren bereits am 31. Januar erlassen worden. Die Männer sind den Angaben zufolge dringend verdächtig, seit Jahren in Deutschland lebende Oppositionelle beobachtet und ausgeforscht zu haben.

Der 47-jährige Deutsch-Libanese und der 34 Jahre alte Syrer waren am Dienstag in Berlin festgenommen worden. Ihnen wird geheimdienstliche Agententätigkeit vorgeworfen. Gegen sechs weitere Verdächtige wird ermittelt. Nach den Festnahmen hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) den syrischen Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt und betont, eine Einschüchterung von syrischen Oppositionellen in Deutschland werde "in keiner Weise hingenommen".

Laut Bundesanwaltschaft sollen die sechs Beschuldigten, die nicht festgenommen wurden, an den Ausspähungen beteiligt gewesen sein. Aus Sicherheitskreisen hieß es, einige seien Botschaftsangehörige. Die beiden Festgenommenen sollen nicht direkt bei der Botschaft angestellt sein, jedoch im Umfeld der diplomatischen Vertretung agiert haben.

DPA DPA

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