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Nach Kritik an Pegida und AfD Journalist als "linke Drecksau" beschimpft und zusammengeschlagen

Journalist Helmut Schümann
Tagesspiegel-Journalist Helmut Schümann wertet den Angriff als Reaktion auf seine Kolumne gegen Fremdenfeindlichkeit 
© Picture Alliance
Er verurteilte die Hetze gegen Flüchtlinge und kritisierte Pegida und die AfD: Nun ist einem Journalisten des "Tagesspiegels" seine Kolumne womöglich zum Verhängnis geworden. Der Redakteur wurde auf offener Straße angegriffen und verletzt.

Helmut Schümann, Journalist des Berliner "Tagesspiegels", ist nach Veröffentlichung einer kritischen Kolumne auf der Straße niedergeschlagen worden. Er sei am Freitag im Berliner Stadtteil Charlottenburg namentlich und auf den "Tagesspiegel" angesprochen worden, als "linke Drecksau" bezeichnet und von hinten angegriffen worden, erklärte Schümann auf seiner Facebook-Seite. Er schrieb den Angriff Rechtsradikalen zu und wertete ihn als Reaktion auf seinen Text "Ist das noch unser Land?", den er am Tag zuvor im "Tagesspiegel" veröffentlicht hatte.

Darin verurteilte der Redakteur unter anderem Hetze gegen Flüchtlinge. Pegida und die Alternative für Deutschland (AfD) versuchten, Demokratie und Humanität auszuhebeln, kritisiert er. Die Chefredaktion des "Tagesspiegels" zeigte sich entsetzt von dem Vorfall. Es sei ein Angriff auf den Kollegen "und zugleich einer auf die Presse- und Meinungsfreiheit", erklärte sie. Der Journalist hat nach eigenen Angaben Anzeige bei der Polizei erstattet.

mod DPA

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