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Tankzug-Explosion in Kanada: Polizei schließt Verbrechen nicht aus

Lac-Mégantic ist nun ein Tatort. Die Polizei hat das Zentrum des Städtchens gesperrt und prüft, ob das Unglück, das mindestens 15 Menschen das Leben kostete, ein Verbrechen war.

Das Explosionsunglück in Kanada mit mehr als einem Dutzend Toten ist offiziell zum Kriminalfall geworden. Die Polizei ermittele, ob die Entgleisung der mehr als 70 Kesselwagen am frühen Samstagmorgen einen kriminellen Hintergrund habe, bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Zahl der Todesopfer in Lac-Mégantic stieg unterdessen auf 15. Etwa 60 Menschen werden noch vermisst. Am Vortag war die Zahl noch mit 50 angegeben worden.

Das Zentrum des Städtchens mit nicht einmal 6000 Einwohnern sei gesperrt, sagte der Polizeisprecher. Wer in dem verwüsteten Areal angetroffen werde, müsse mit einer Festnahme rechnen. Details der Ermittlungen wollte er nicht nennen, für Terrorismus gebe es allerdings keine Hinweise.

Das US-Bahnunternehmen The Montreal, Maine & Atlantic hatte zuvor Feuerwehrmänner für das Unglück verantwortlich gemacht, die bei einem Zwischenstopp einen kleinen Brand im Motor einer Lokomotive gelöscht hatten. Unternehmenschef Ed Burkhardt sagte der Zeitung "La Presse", die Feuerwehrleute hätten für die Löscharbeiten den Motor der Lok ausgeschaltet. Dadurch hätten sich die Bremsen gelöst und der Zug habe sich in Bewegung gesetzt. Der Chef der örtlichen Feuerwehr, Patrick Lambert, wies diese Anschuldigung zurück.

Kneipenviertel ist völlig zerstört

Bei dem Unglück waren nachts die mit Rohöl beladenen Kesselwagen einen Berg hinabgerollt und mitten in der Kleinstadt entgleist und explodiert. Mehrere Detonationen mit gewaltigen Feuerbällen hatten Lac-Mégantic erschüttert. Etwa 30 Gebäude wurden völlig zerstört. 2000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die meisten konnten zwar Anfang der Woche wieder zurückkehren, 600 mussten aber auch am Mittwoch noch bei Freunden oder in Notunterkünften ausharren.

Nun freigegebene Polizeibilder zeigen, dass die Formulierung "wie in einem Kriegsgebiet" keine Floskel ist. Die Gegend zwischen Bahngleis und See, einst ein Kneipenviertel, ist eingeebnet. Die Fotos zeigen Autowracks, völlig zerstört und ausgebrannt. Häuser sind einfach weg, nur noch ein Haufen Steine und verkohlter Holzbalken - als einziges steht noch der gemauerte Schornstein. Direkt an der Unglücksstelle liegen Dutzende Waggonachsen wie auf einem Schrottplatz, daneben die umgeworfenen Kesselwagen, die eingedellt sind, als wären sie Blechdosen. Auch Feuerwehrleute sind zu sehen, völlig erschöpft vom 24-Stunden-Einsatz in der kanadischen Provinz.

Anwohner filmt Katastrophe

Veröffentlicht wurde zudem die gesamte Fassung des Videos eines Anwohners. Der gut zehn Minuten lange Film zeigt erst das riesige Feuer und dann gewaltige Explosionen. Der Filmer, Adrien Aubert, kommentiert atemlos das Video und stößt bei Explosionen immer wieder "Mein Gott! Mein Gott!" - auf Französisch wie auf Englisch - aus. Aubert war auf dem Weg zum Musi-Café, das von den Explosionen weggefegt wurde. "Wenn ich schneller gewesen wäre", sagte er Radio Canada, "könnte ich jetzt hier nicht stehen und zu Ihnen sprechen".

Das Unglück war sogar aus dem All zu sehen. Die Nasa veröffentlichte zwei Satellitenbilder. Auf einem ist der Ort nur als kleiner Lichtpunkt zu sehen. Auf dem zweiten, aufgenommen in der Unglücksnacht, ist der grelle Schein so hell wie der einer Großstadt.

jwi/DPA/AFP / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.