HOME

Teheran: Autobomben gegen Nuklearwissenschaftler

Ein iranischer Nuklearwissenschaftler ist am Montag durch einen Bombenschlag ums Leben gekommen, ein zweiter Universitätsprofessor wurde durch einen Sprengsatz verletzt.

Bei zwei Bombenanschlägen in der iranischen Hauptstadt Teheran ist am Montag Medienberichten zufolge ein Mensch ums Leben gekommen und drei weitere verletzt worden. Bei dem Toten und einem Verwundeten handele es sich um Universitätslehrer für Atomphysik, berichtete der arabischsprachige Fernsehsender "Al Alam". Das staatliche Radio berichtete, in den Fahrzeugen der beiden Lehrer seien Bomben gelegt worden. Die Ehefrauen der beiden seien verletzt worden.

Die Weltgemeinschaft verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Deswegen haben die Vereinten Nationen, Europäische Union und USA Sanktionen gegen die Islamische Republik beschlossen. Die Führung in Teheran betont stets, ihr Atomprogramm sei friedlich.

Reuters/DPA / DPA / Reuters
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?