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US-Bundesstaat Tennessee Drogenschmuggel per Mund: Gefängnisbesucherin soll ihrem Freund "tödlichen Kuss" gegeben haben

In einer Haftanstalt in Tennessee (Symbolbild) starb ein Insasse nach einem mutmaßlichen Drogenschmuggelversuch
In einer Haftanstalt in Tennessee starb ein Insasse nach einem mutmaßlichen Drogenschmuggelversuch (Symbolbild)
© Getty Images
Es sollte wie eine Liebesgeste aussehen, doch es endete tödlich: Eine Frau in Tennessee soll bei dem Versuch, Drogen in ein Gefängnis zu schmuggeln, ihren eigenen Freund umgebracht haben.

Eine Frau im US-Bundesstaat Tennessee ist wegen Mordverdachts verhaftet worden, nachdem sie offenbar Drogen in ein Gefängnis einschleusen wollte und ihrem Freund dabei einen "tödlichen Kuss" gegeben haben soll. Rachal D. werde nach dem Tod eines Insassen einer Haftanstalt in der Gemeinde Only durch eine Überdosis wegen Mordes angeklagt, teilten die Strafvollzugsbehörden von Tennessee mit. Die 33-Jährige sei von Spezialkräften und dem Dickson County Sheriff's Department aufgrund eines Haftbefehls in Gewahrsam genommen worden.

Rachal D. sei im Februar dabei beobachtet worden, wie sie ihrem Freund, dem Häftling Joshua B., Drogen übergeben habe, als die beiden sich während eines  Besuches der Frau im Turney Center Industrial Complex küssten, berichtet das Tennessee Department of Correction (TDOC) auf seiner Internetseite. Der 30 Jahre alte Häftling habe während des Kusses ein Ballonkügelchen mit einer halben Unze Methamphetamin von Mund zu Mund weitergereicht bekommen und geschluckt. Später sei er in einem örtlichen Krankenhaus gestorben.

"Dieser Vorfall zeigt die realen Gefahren der Einführung von Schmuggelware in die Gefängnisse und die daraus resultierenden Konsequenzen", erklärte der für die Ermittlungsabteilung der Behörde zuständige TDOC-Direktor David Imhof. "Unsere Behörde wird jede Person strafrechtlich verfolgen, die die Sicherheit unseres Personals, der Männer und Frauen in unserem Gewahrsam und unserer Einrichtungen gefährdet."

Rachal D. wird den Angaben zufolge im Gefängnis von Hickman County wegen mutmaßlichen Mordes zweiten Grades und der Einführung von Schmuggelware in eine Strafvollzugseinrichtung festgehalten. Joshua B. verbüßte eine 11-jährige Haftstrafe wegen Drogendelikten. Er wäre im Jahr 2029 entlassen worden.

Die Strafvollzugsbehörden von Tennessee setzen nach eigener Aussage eine Reihe von Maßnahmen ein, um zu verhindern, dass Schmuggelware in die Gefängnisse gelangt, darunter die Durchsuchung aller Insassen, die eine Einrichtung betreten, die Durchsuchung von Fahrzeugen und Zellen sowie Drogenspürhunde. Außerdem würden derzeit in allen Einrichtungen Körperscanner eingesetzt.

Quelle: Tennessee Department of Correction

mad

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