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Vermisste Dreijährige: Mädchen nachts ausgesetzt: Vater ändert seine Version der Geschichte und wird verhaftet

Er habe sie mitten in der Nacht vor Tür gesetzt - weil sie ihre Milch nicht trinken wollte, behauptete der Vater der vermissten Sherin Mathews aus Texas, nachdem das Mädchen spurlos verschwunden war. Nun hat er seine Version der Geschichte geändert. 

Der Kanal in Richardson, Texas, in dem der Leichnam eines kleinen Mädchens gefunden wurde.

Der Kanal in Richardson, Texas, in dem der Leichnam eines kleinen Mädchens gefunden wurde. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um die vermisste Sherin Mathews.

Im Fall der vermissten Sherin wurde am Montag der Vater des Mädchens verhaftet. Er habe seine Version vom Verschwinden seiner Tochter geändert, erklärte die Texaner Polizei laut der "Washington Post".

Die Dreijährige war am 7. Oktober spurlos verschwunden, nachdem ihr Adoptivvater Wesley Mathews eigenen Angaben zur Folge sie nachts vor die Tür gesetzt hatte - zur Strafe, weil sie ihre nicht trinken wollte. Mit einem Großaufgebot, Hundestaffeln und einem Helikopter durchkämmten die Behörden die umliegende Gegend. Bis ein Suchtrupp am vergangenen Sonntag auf den leblosen Körper eines kleinen Mädchens stieß. Der Leichnam wurde in einem Kanal unweit des Hauses der Mathews entdeckt.

Höchstwahrscheinlich handele es sich um Sherin, teilte die mit. Man habe keinen Grund zu der Annahme, es könnte sich um den Körper eines anderen vermissten Kindes handeln. Der Leichnam solle nun identifiziert und dann obduziert werden, um die genaue Todesursache zu klären.

Familie aus Texas zeigt sich unkooperativ

Der Adoptivvater des Mädchens hatte nach dessen Verschwinden ausgesagt, die Dreijährige um 3 Uhr nachts ausgesetzt und ihr befohlen zu haben, unter einen Baum in einer Gasse hinter dem Haus der Familie zu bleiben. Eine Viertelstunde später habe er nach der Kleinen geguckt, da sei sie jedoch schon nicht mehr da gewesen. Die Polizei informierte Mathews erst mehrere Stunden später. Angaben zu der neuen Version von Mathews zum Verschwinden seiner Tochter, machte die Polizei nicht.  

Noch am Tag des Verschwindens des Mädchens wurde der 37-Jährige wegen Kindesgefährdung festgenommen. Unter Auflagen und gegen eine Kaution wurde er wieder freigelassen, musste aber seinen Reisepass abgeben und eine elektronische Fußfessel tragen, berichtet die Lokalzeitung "Dallas Morning News". Sowohl er als auch die Adoptivmutter des Mädchens zeigten sich laut dem Richardson Police Department bei den Ermittlungen unkooperativ, berichtet der Sender CBS.

Seltsame Kojoten-Theorie

Das Verhalten von Mathews wirkte auf die Ermittler offenbar von Anfang an verdächtig. Das FBI beschlagnahmte drei Fahrzeuge, Handys und Laptops der Familie. Die Kinderschutzbehörde nahm ein weiteres vierjähriges Kind aus der Familie vorerst in ihre Obhut.

Wesley Mathewssagte brachte außerdem zu Beginn der Ermittlungen eine seltsame Theorie ins Spiel. Er behauptete, dass er in der Gasse, wo er seine Tochter um 3 Uhr nachts hat stehen lassen, mal Kojoten gesehen hatte. Die Polizei hat jedoch keine Anzeichen dafür entdecken können, dass das Kind Raubtieren zum Opfer gefallen sein könnte.

Die Matthews hatten Sherin, die Entwicklungsprobleme hatte und nur begrenzt verbal kommunizieren konnte, vor zwei Jahren in einem Waisenhaus in Indien adoptiert.


ivi