VG-Wort Pixel

Texas Mordanklage gegen einen Mann, der ein zehn Monate altes Mädchen im Rucksack ins Auto legte

Trevor Marquis R.
Trevor Marquis R. sitzt wegen des Todes der zehn Monate alten Marion Jester-Montoya in Untersuchungshaft
© Lubbock County Sheriff's Office / Hersteller
Ein 27-jähriger Texaner hat ein kleines Mädchen in seinem Auto eingesperrt, nachdem er es in einen Rucksack gesteckt hatte. Dann ging er arbeiten. Das Mädchen hat den Tag nicht überlebt.

Trevor Marquis R. lebt in Lubbock, Texas. Dort allerdings seit Dienstag im Gefängnis, denn R. wird eines Kapitalverbrechens beschuldigt. Nach Erkenntnissen der Polizei ist der 27-Jährige für den Tod von Marion Jester-Montoya verantwortlich, der zehn Monate alten Tochter seiner Freundin. R. hatte am Dienstag gegen 17 Uhr Ortszeit 911 gewählt, den amerikanischen Notruf. Er meldete ein nicht atmendes Baby und sagte, dass er nun mit Wiederbelebungsversuchen beginnen würde.

R. hatte offenbar am Dienstag die Aufsicht für das Kleinkind übernommen, obwohl er zur Arbeit musste. In einem eidesstattlichen Bericht der Polizei heißt es, er habe das Mädchen auf dem Parkplatz seiner Firma in einen Rucksack "gepresst", in den Fußraum des Beifahrersitzes gelegt und sei zur Arbeit gegangen, berichtet die "Daily Mail". In seiner Mittagspause sei er zurückgekommen, um nach dem Kind zu sehen. Es hatte sich aus dem Rucksack befreit, weinte, habe aber geatmet.

Im Rucksack in den Kofferraum

R. hat vermutlich befürchtet, dass jemand das Kind sehen oder hören könnte, anders ist sein weiteres Vorgehen nicht zu erklären. Denn er steckte das Mädchen zurück in den Rucksack, legte diesen in den Kofferraum und ging zurück an seine Arbeit. Als er gegen 17 Uhr zurückkehrte, bemerkte er, dass die Tochter seiner Freundin nicht mehr atmete. Er rief 911 und begann mit einer Herzdruckmassage. Im Krankenhaus konnte später nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden.

Laut "Reporter News" stimmte R. einer Befragung durch die Polizei zu. Er erzählte, er habe das Kind Dienstagvormittag von 9 bis 10 Uhr bei seiner schlafenden Freundin gelassen. Dann habe er es abgeholt und sei zur Arbeit gefahren. Nachdem er mittags nach dem Kind gesehen hatte, sei er in ein Fast-Food-Restaurant gefahren, anschließend zurückgefahren und habe das Kind in den Kofferraum gelegt.

R. kannte das Risiko

"R. gab an zu wissen, dass es lebensgefährlich sei, jemanden im Kofferraum zu verstauen", zitiert "Reporter News" den Haftbefehl. Und auch, "dass es noch gefährlicher sei, jemanden in einen Rucksack zu stecken". Warum er es dennoch tat, geht aus dem Haftbefehl nicht hervor. Der Polizei erzählte er ebenfalls, dass das Mädchen seit Montagabend um 20 Uhr nichts zu essen bekommen hatte.

R. kam am Dienstagabend ins Untersuchungsgefängnis in Lubbock County. Es wurde eine Kaution von zwei Millionen Dollar festgesetzt.

Quellen:"Reporter News", "Daily Mail", Lubbock County Sherriff's Office


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker