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Mysteriöse Umstände: Brite soll Ehefrau totgetreten haben, weil sie keinen Sex wollte. Die U-Haft in Thailand überlebt er nicht

Ein 51-jähriger Brite ist in einem Gefängnis in Thailand unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen. Er war in Haft, weil er seine 29-jährige Frau zu Tode getreten haben soll, offenbar weil sie keinen Sex wollte.

Als Kevin S. gefunden wurde, lag er schwer verletzt auf dem Boden eines Nebengebäudes im Ubon Ratchathani Central Prison in Thailand. Im Krankenhaus konnten die Ärzte den 51-jährigen Briten nicht mehr retten. Über seinen Tod vor rund acht Monaten berichten britische Medien aus zwei Gründen: Zum einen hat das britische "Foreign and Commeonwealth Office" den Tod erst jetzt bestätigt, zum anderen ist noch immer nicht geklärt, wie S. sich seine schweren Verletzungen zugezogen hat.

Warum er allerdings im Gefängnis saß, ist hinlänglich bekannt. S. hat auf seinen Prozess gewartet. Die Ermittler warfen ihm vor, im April 2018 seine 29-jährige Ehefrau so gewürgt und getreten zu haben, dass sie starb. Laut "Mirror" lebte das Paar mit seinen zwei kleinen Kindern in Pattaya. Sie lebten vom Verkauf eines umstrittenen Schlankheitspulvers. Sie hatte als Fitness-Model 28.000 Abonnenten und Freunde auf Facebook, berichtet die "Daily Mail". Auf Fotos zeigte sie nicht nur ihre Familie, sondern auch, wie gut Fitness und das Pulver ihrem Körper angeblich tun.

Auf ihrer Facebook-Seite zeigte sich Kanda S. nicht nur mit Mann und Kindern, sondern auch öfter im Bikini

Auf ihrer Facebook-Seite zeigte sich Kanda S. nicht nur mit Mann und Kindern, sondern auch öfter im Bikini

Weil sie keinen Sex will, tritt er zu

Zum thailändischen Neujahrsfest Songkran reiste das Paar laut den Berichten zu den Eltern der Frau. Am 16. April entdeckten Nachbarn Kanda S. unbekleidete Leiche. Laut "Mirror" sagte ein thailändischer Ermittler damals, dass der Leichnam mit einer Decke abgedeckt gewesen sei. Gesicht und Körper hätten zahlreiche blaue Flecke aufgewiesen. Da war sie bereits seit mehreren Stunden tot.

Kevin S. hat laut den Ermittlern gestanden, seine Frau getötet zu haben. Es sagte allerdings aus, ihr Tod sei keine Absicht gewesen. Laut "Independent" schildern Ermittler die Nacht ihres Todes so: Das Paar hatte am Abend gemeinsam Bier getrunken. Während des Essens und Trinkens sei dann Streit ausgebrochen. Der Grund: Er wollte Sex. Sie nicht. Daraufhin sei er eifersüchtig geworden und habe ihr ein Verhältnis mit einem anderen Mann unterstellt. Er habe sie mehrfach getreten - auch gegen den Kopf. Auf ihrer Flucht sei sie dann gestürzt. Er habe eine Decke über sie gelegt und sei dann ins Bett gegangen.

Außenministerium bestätigt Tod des Mannes

Vier Monate nach der Tat liegt er dann selbst schwer verletzt am Boden. Noch immer ist unklar, wie S. sich so schwer verletzt hat. Das britische Außenministerium hat diese Woche lediglich seinen Tod bestätigt. Englische Medien zitieren einen Ministeriumssprecher: "Unser Personal unterstützt und berät die Familie des britischen Mannes, der im August 2018 in Thailand ums Leben gekommen ist, und steht in Kontakt mit den örtlichen Behörden." Ob sich die Umstände seines Todes jetzt noch aufklären lassen?

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Quellen: Daily Mail, The Independent, Mirror.

tkr
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