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Massaker in Roseburg Held aus Thalys-Zug entgeht Amoklauf in Oregon


Vor wenigen Wochen verhinderte er mit zwei Freunden ein Blutbad im französischen Thalys-Zug. Nun entging Alek Skarlatos dem Amoklauf an seinem College in Roseburg - denn eigentlich hätte er in einer Vorlesung sitzen sollen.
Von Elena Ochoa Lamiño

Er ist nicht nur mutig, er scheint auch einen guten Schutzengel zu haben. Der Amerikaner Alek Skarlatos ist einer der Männer, die im August einen bewaffneten Mann in einem Thalys, dem europäischen Hochgeschwindigkeitszug, überwältigt haben. Sie verhinderten somit ein Blutbad und wurden anschließend als Helden gefeiert, sogar der französische Präsident Francois Hollande verlieh den drei Freunden die Ehrenmedaille. Am Donnerstag etwa um elf Uhr übte Skarlatos mit seiner Tanzpartnerin für die US-Tanzshow "Dancing with the Stars". Sein Glück - denn eigentlich hätte er in einer Vorlesung im Umpqua Community College im US-Bundesstaat Oregon sein sollen, dem College an dem zum gleichen Zeitpunkt ein Amoklauf mit 10 Toten stattfand.  

Skarlatos bekam einen Nachricht von einem Freund, erzählt er ABC News: "Er schrieb mir, was passiert ist, deshalb schaute ich gleich im Internet um zu sehen, ob es stimmt. Ich war total schockiert." Er habe sich hinsetzen müssen und versteckte sich im Badezimmer vor den Kameras. Nachdem er von dem Ereignis erfuhr, soll er zu Hause angerufen habe, um zu erfahren, ob es seinen Freunden gut gehe, so berichtet das Online-Nachrichtenmagazin TMZ

Innerhalb von einer Stunde habe er dann entschieden, dass er zurück in seine Heimatstadt muss, um bei seinen Leuten zu sein, zitiert ihn ABC-News. Von seinen Freunden sei keiner unter den getöteten Opfern gewesen, aber er sei mit seinen Gedanken bei den Familien und Freunden, die bei dem Massaker einen geliebten Menschen verloren haben. Auf die Frage, ob er versucht hätte den Schützen zu stoppen antwortet er mit: "Ich hätte es auf jeden Fall versucht."


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