Oscar Pistorius


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Über Jahre dominierte er die Sprintdistanzen bei den Paralympischen Spielen. Der 1986 geborene Oscar Pistorius kam mit Fehlbildungen an Füßen und ohne Wadenbeine zur Welt, weswegen ihm im Alter von elf Monaten die Beine unterhalb des Knies amputiert wurden. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, eine Sportlerkarriere anzustreben. Als 17-Jähriger erlitt er bei einem Rugbyspiel eine schwere Knieverletzung und gab Mannschaftssportarten daraufhin auf. Während der Reha entdeckte Pistorius das Laufen für sich. Schon im darauffolgenden Jahr konnte er seine erste Goldmedaille im 200-Meter-Lauf bei den Paralympics in Athen gewinnen. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit internationalen Sportverbänden erlebte Pistorius im Sommer 2012 seinen größten persönlichen Erfolg: Als erster gehbehinderter Sportler qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele. Im Februar 2013 wurde seine Freundin Reeva Steenkamp tot in seinem Badezimmer aufgefunden. Pistorius hatte sie durch die geschlossene Tür erschossen. In der im darauffolgenden Sommer erhobenen Mordanklage plädierte Pistorius auf Notwehr, da er nicht gewusst haben will, dass seine Freundin im Haus war, sondern dachte, es wäre ein Einbrecher. Im September 2014 wurde Oscar Pistorius wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.