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Tiefe Trauer um Mirco: Polizei verhört mutmaßlichen Kidnapper

Mirco ist tot. Am Wochenende nach der Schreckensnachricht stellten viele Menschen in Grefrath Kerzen auf und legten Blumen nieder. Der Täter wurde unterdessen weiter vernommen.

Eine feine weiße Schicht aus Frost liegt auf dem kleinen Stoffteddybär. Um ihn herum brennen Friedhofskerzen. "Warum nur, warum?" steht mit Kreide in großen, roten Buchstaben auf einem weißen Plakat geschrieben. Wenige Tage nachdem die Ermittler die Leiche des kleinen Mirco aus Grefrath gefunden und seinen mutmaßlichen Entführer festgenommen haben, herrscht in seinem Heimatort am Niederrhein weiter tiefe Trauer. An vielen Punkten rund um den Ort - etwa dort, wo ein Zeuge das Auto des Entführers gesehen hatte oder am Parkplatz, wo Mircos Kleidung gefunden wurde - legen immer mehr Menschen Blumen, Kerzen und Stofftiere ab.

"Es ist traurig, dass Du nicht mehr lebst", steht in hellblauen krakeligen Kinderbuchstaben auf einem Blatt Papier. Auf anderen Zetteln fordern Menschen harte Strafen für den Täter. "Unsere Gefühle, eine Mischung aus Trauer, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Wut", schreibt Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz in einem offenen Brief an die rund 16 000 Einwohner von Grefrath, der im Internet veröffentlicht ist. "Möge nach einer Zeit des Trauerns, die jetzt begonnen hat, irgendwann wieder Normalität in das Alltagsleben unseres Ortes einkehren." Für Donnerstag ist eine Trauerfeier geplant.

Der aus dem rund 18 Kilometer von Grefrath entfernten Schwalmtal stammende mutmaßliche Täter Olaf H. wurde am Wochenende weiter vernommen. Ob es dabei neue Erkenntnisse gegeben habe, wollte ein Sprecher der Polizei in Mönchengladbach am Sonntag nicht sagen. Olaf H. hatte als Bereichsleiter bei der Deutschen Telekom in Bonn gearbeitet. Die Kollegen des 45-jährigen dreifachen Familienvaters würden psychologisch betreut, sagte ein Telekom-Sprecher am Sonntag.

Auch im Internet trauern die Menschen um Mirco: Mehr als 6000 Menschen haben sich auf der Internet-Plattform "Facebook" verschiedenen Gruppen angeschlossen, die die Trauer um Mirco zum Thema haben. "Mirco - wir trauern um dich, du wirst niemals vergessen" heißt eine davon, "Gebet für Mirco" eine andere. "Ich hab' so sehr gehofft das Mirco wieder lebend nach Hause kommt", schreibt ein Mitglied. "Möge er in Frieden ruhen ... mein herzlichstes Beileid an die Familie!!!"

Christina Horsten, DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.