HOME

Wasserleiche identifiziert: Vermisster HSV-Manager Timo K. ist tot

Traurige Gewissheit für die Angehörigen: Bei der am Donnerstag in Hamburg aus der Elbe geborgenen Leiche handelt es sich um die sterblichen Überreste des vermissten HSV-Managers Timo K. Es bleiben Fragen.

Mit diesem Aufruf sucht der HSV den Mitarbeiter

Die Identität der am Donnerstag im Hamburger Hafen geborgenen Leiche ist geklärt. Es handelt sich um den seit Anfang Januar vermissten Merchandise-Manager des Fußball-Bundesligisten HSV, Timo K. Bei der Leiche wurde der Ausweis von Timo K. gefunden, zudem kann die Kleidung dem Vermissten zugeordnet werden. Letzte Gewissheit hat jetzt der Abgleich des Zahnprofils in der Rechtsmedizin gegeben. "Damit ist klar, es handelt sich um Timo K.", so ein Sprecher der Hamburger Polizei gegenüber dem stern. Für Freunde und Familie des Toten geht damit ein monatelanges Hoffen und Bangen traurig zu Ende.

HSV-Manager Timo K.: Polizei geht nicht von Gewaltverbrechen aus

Die Hamburger Polizei kann den Fall indes noch nicht zu den Akten legen: Sie muss noch ermitteln, ob Timo K. Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. "Dafür gibt es aber zurzeit keine Anhaltspunkte", so der Sprecher. Endgültige Klärung soll die Obduktion des Leichnams in der kommenden Woche bringen.

Frank Wettstein, Vorstand von Ks langjährigem Arbeitgeber HSV, äußert sich bestürzt zu der Nachricht vom Tod des Familienvaters: "Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gelten Timos Familie, der wir weiterhin zur Seite stehen werden."

Mit diesem Aufruf sucht der HSV den Mitarbeiter

Verschwinden von Timo K. bleibt mysteriös

Das mysteriöse Verschwinden des HSV-Mitarbeiters hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach einer Firmenfeier am Abend des 7. Januars in einem Lokal soll er gegen 23.30 Uhr an den Hamburger Landungsbrücken in ein Taxi gestiegen sein, um nach Hause ins etwa 30 Kilometer entfernte Buchholz zu fahren. Dort kam er nie an. Nach Polizeiangaben hatte die Familie noch bis nach Mitternacht das Handy von Timo K. über einen privaten Ortungsdienst im Bereich der Landungsbrücken lokalisieren können. Warum der Familienvater an seinen Ausgangsort zurückkehrte, konnte bisher nicht geklärt werden. Bereits kurz darauf wurde spekuliert, dass der HSV-Manager bei Glätte in die eiskalte Elbe gestürzt sein könnte.

Die Hamburger Polizei hatte die Elbe und die Uferbereiche in den folgenden Tagen mehrfach abgesucht und umfangreich unter Hamburger Taxifahrern ermittelt. Auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" griff den Fall auf - ohne Erfolg.
Der Fundort der Leiche ist nur wenige Hundert Meter von den Landungsbrücken entfernt.