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Timoschenko-Prozess Oppostionsführerin bleibt in Haft - Tausende protestieren


Der Prozess gegen die ehemalige ukrainsiche Regierungschefin Julia Timoschenko wurde am Monatg fortgesetzt. Einen Antrag ihrer Anwälte auf Aufhebung der Untersuchungshaft hat das Gericht abgelehnt. Trotz eines Demonstrationsverbotes haben sich tausende Protesler vor dem Gerichtsgebäude versammelt.

In dem umstrittenen Prozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat das Gericht in Kiew eine Aufhebung der Untersuchungshaft abgelehnt. Für den von der Verteidigung beantragten Schritt gebe es keinen Grund, entschied Richter Rodion Kirejew. Das berichteten Medien in Kiew am Montag aus dem Gerichtssaal.

Kirejew hatte die Haft am Freitag nach wiederholten Störungsversuchen der Oppositionsführerin angeordnet. Die Entscheidung gegen die Galionsfigur der pro-westlichen Orangenen Revolution von 2004 stößt international auf Kritik. Dagegen sagte die Staatsanwaltschaft, an den Gründen für die Haft habe sich nichts geändert.

Angeblicher Amtsmissbrauch

Gleichzeitig haben tausende Anhänger der Oppositionsführerin, trotz eines Verbotes, gegen ihre Inhaftierung protestiert. Die Demonstranten versammelten sich vor dem Gerichtsgebäude und blockierten die Hauptverkehrsader von Kiew.

Der Prozess gegen die 50-Jährige war unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen fortgesetzt worden. Timoschenko drohen bis zu zehn Jahre Haft. Laut Anklage soll die Ukraine während ihrer Amtszeit durch ein Gasgeschäft mit Moskau Hunderte Millionen Euro verloren haben. Die Ex-Ministerpräsidentin widerspricht dem und wirft der Regierung eine "Hetzjagd" vor. Es gehe darum, Gegner von Staatschef Viktor Janukowitsch politisch kaltzustellen.

hw/DPA/Reuters DPA Reuters

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