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Tino Brandt im NSU-Prozess Ex-Neonazi-Chef schmäht Verfahren als "Schauprozess"


Tino Brand, einst V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes, hat das NSU-Verfahren als "Schauprozess" bezeichnet. Er persönlich glaube nicht, dass die Angeklagten etwas mit den Morden zu tun haben.

Der frühere Neonazi-Anführer Tino Brandt hat das NSU-Verfahren gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Terrorhelfer als "Schauprozess" bezeichnet. "Ich halte diese NSU-Mordgeschichte privat nicht für glaubhaft und das für einen Schauprozess", sagte Brandt, der einst gut bezahlter V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes war, am Mittwoch als Zeuge vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG).

Der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), die aus Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bestanden haben soll, werden unter anderem zehn Morde zur Last gelegt, neun der Opfer waren Zuwanderer mit türkischen und griechischen Wurzeln. Auf die Frage eines Nebenklage-Vertreters sagte Brandt, er "persönlich" glaube nicht, "dass die zwei Uwes das gewesen sind".

mod/DPA DPA

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