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Tod an Elite-Uni: Vermisste Studentin hing in der Wand

Das Rätsel um Annie Le hatte seit Tagen die US-Nation beschäftigt, jetzt wurde die vermisste 24-Jährige tot an der Universität Yale gefunden. Besonders tragisch: Die Studentin, die vergangene Woche heiraten wollte, war Expertin für die Sicherheit von Frauen.

Der vergangene Sonntag sollte ihr Hochzeitstag sein - jetzt ist das Rätsel um die verschwundene junge Braut und Studentin Annie Le auf traurige Weise gelöst. Wie die Polizei in New Haven (US-Staat Connecticut) mitteilte, wurde am Sonntag (Ortszeit) in der Wand eines Gebäudes der Yale-Universität eine Leiche gefunden. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um die vermisste junge Frau handelt. Die Tote befand sich in einer Zwischenwand eines Technikraums mit Versorgungskabeln, wie "Welt Online" berichtete. Die Polizei von Connecticut hat Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.

Hiobsbotschaft statt Hochzeitstorte

Am vergangenen Dienstag hatten Überwachungskameras aufgezeichnet, wie die 24-Jährige mit dem dunklen glänzenden Haaren und dem charakteristischen offenen Lächeln das Haus betrat. Seitdem war sie nicht mehr gesehen worden.

Die Polizeibeamten überbrachten dem Bräutigam die Todesnachricht zu dem Zeitpunkt, an dem das Paar eigentlich die Hochzeitstorte anschneiden wollte. "Der Bräutigam, die Familie und die Freunde sind am Boden zerstört", sagte ein Polizeisprecher.

Eigene Tipps konnten ihr nicht helfen

Das Rätsel um Annie Le hatte seit Tagen die Nation beschäftigt. Sie stammte aus Kalifornien und war Pharma-Studentin an der renommierten Yale-Uni. Das Gebäude rund eineinhalb Kilometer vom Hauptcampus entfernt, in dem ihre Leiche entdeckt wurde, enthält im Keller ein Labor, in dem Annie oft experimentierte.

Traurige Ironie: Im Februar hatte die junge Frau in einer Zeitschrift der medizinischen Fakultät Tipps zur Sicherheit von Studentinnen in der Uni-Stadt New Haven gegeben. Mit etwas praktischem Verstand könne man es verhindern, in den Mordopfer-Statistiken zu landen, war ihre Schlussfolgerung. Doch auch dieses Wissen konnte ihr nicht helfen. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Labor-Gebäude mit 75 Überwachungskameras ausgestattet war und als besonders sicher galt.

DPA / DPA