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Tod des kleinen Julian: Zuständiges Jugendamt weist Mitverantwortung von sich

Nach dem Tod des kleinen Julian aus dem niedersächsischen Delligsen hat das zuständige Jugendamt eine Mitverantwortung für das Schicksal des fünfjährigen Jungen zurückgewiesen.

Nach dem Tod des kleinen Julian aus dem niedersächsischen Delligsen hat das zuständige Jugendamt eine Mitverantwortung für das Schicksal des fünfjährigen Jungen zurückgewiesen. Der Leiter der Behörde im Kreis Holzminden, Andreas Kopp, sagte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa, es habe im Vorfeld keinerlei Hinweise darauf gegeben, dass der Fünfjährige und seine beiden jüngeren Brüder in der Familie gefährdet sein könnten.

"Wer jetzt sagt, das habe man schon immer gewusst und das Jugendamt habe nichts getan, der sollte sich fragen, warum er sich nicht vorher bei den Behörden gemeldet hat", sagte Kopp. Julian war in der Nacht zum Dienstag vom 26-jährigen Lebensgefährten seiner Mutter stundenlang gequält worden, bis er starb. Wann das Kind beerdigt wird und ob es eine öffentliche Trauerfeier geben wird, ist noch unklar. Eine Mitarbeiterin der örtlichen Kirchengemeinde sagte, nach Rücksprache mit den Angehörigen werde es dazu erst am Montag Details geben.

Die beiden ein und drei Jahre alten Brüder Julians befinden sich nach Angaben des Jugendamtsleiters inzwischen bei Verwandten. "Dort sind sie gut aufgehoben."

Der Amtsleiter sagte, die 28-jährige Mutter habe nach der Trennung vom leiblichen Vater ihrer drei Kinder von sich aus Kontakt zum Jugendamt gesucht. Von möglichen Drogenproblemen des Lebensgefährten habe die Jugendbehörde nichts gewusst.

DPA / DPA
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