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Todesstrafe: Florida richtet Vergewaltiger mit Giftspritze hin

Zum 24. Mal haben die USA dieses Jahr die Todesstrafe vollstreckt. Vergewaltiger und Mörder Eddie Davis wurde per Giftspritze hingerichtet. Trotz bestehender Probleme bei der Beschaffung.

Im US-Staat Florida ist am Donnerstag ein 45-jähriger verurteilter Vergewaltiger und Mörder hingerichtet worden. Nach 20 Jahren in der Todeszelle wurde Eddie Davis Gift gespritzt, um 18.43 Uhr (Ortszeit) wurde er von den Behörden für tot erklärt. Sein Versuch, durch eine Anrufung des Supreme Court einen Aufschub zu erhalten, scheiterte.

Davis war verurteilt worden, 1994 die elfjährige Tochter seiner Ex-Freundin entführt, vergewaltigt und erstickt zu haben. Er war der 24. Todeskandidat in den USA, der in diesem Jahr hingerichtet wurde. In Florida war es die siebte Exekution.

43 Minuten Todeskampf

In Oklahoma war am 29. April die Hinrichtung eines Todeskandidaten abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab. Der Mann wand sich 43 Minuten lang im Todeskampf vor Schmerzen, bis er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt erlitt. Nach der Tragödie waren sämtliche Hinrichtungen in den USA gestoppt worden.

Die USA haben Probleme bei der Versorgung mit den für die Giftinjektionen verwendeten Mitteln, seitdem die europäischen Zulieferfirmen sich weigern, dafür das Betäubungsmittel Pentobarbital zu liefern. Mehrere der 32 Bundesstaaten, die in den USA noch die Todesstrafe vollstrecken, benutzen seitdem für Hinrichtungen neue Mittel, die teils aber nicht offiziell zugelassen und erprobt sind.

stb/AFP/DPA / DPA
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