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Todesstrafe in Texas: Deal der Anklage soll zu Hinrichtung geführt haben

Cameron Todd Willingham wurde wegen Mordes hingerichtet. Nun soll es Beweise für seine Unschuld geben. Die gedealte Falschaussage eines Mithäftlings soll zur Verurteilung geführt haben.

Dieses Bild zeigt eine Todeszelle im texanischen Huntsville. In dem US-Bundesstaat wurde Cameron Todd Willingham möglicherweise unschuldig hingerichtet.

Dieses Bild zeigt eine Todeszelle im texanischen Huntsville. In dem US-Bundesstaat wurde Cameron Todd Willingham möglicherweise unschuldig hingerichtet.

Musste Cameron Todd Willingham unschuldig sterben? In einem Hinrichtungsfall aus Texas soll ein Staatsanwalt einen Handel mit einem Zeugen geschlossen haben, um den Angeklagten zu belasten. Darauf deute neues Beweismaterial hin, berichten die "Washington Post" und die #link;http://www.dallasnews.com/news/crime/headlines/20140803-new-doubts-arise-over-corsicana-mans-execution.ece;"Dallas Morning News"# übereinstimmend.

Im Jahre 2004 wurde Willingham wegen Mordes hingerichtet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er ein Feuer in seinem Haus legte, bei dem seine drei Töchter 1991 starben. Seine Verurteilung basierte zum Teil darauf, dass Willingham die Tat einem Zellengenossen gegenüber zugegeben haben soll.

Falschaussage für Verkürzung der Haftstrafe

Allerdings soll Mithäftling Johnny E. Webb im Zeugenstand gelogen haben, so die neuesten Erkenntnisse. Im Gegenzug habe sich der Staatsanwalt um eine Verkürzung seiner Haftstrafe wegen bewaffneten Raubüberfalls und um eine Überstellung an eine Haftanstalt in der Nähe seiner Heimatstadt bemüht. Dies gehe aus Interviews mit Webb und aus Gerichtsdokumenten hervor, heißt es in den Zeitungsberichten.

Seit Jahren kritisieren Hinrichtungsgegner vom "Innocence Project", dass im Fall Willingham möglicherweise ein Unschuldiger exekutiert wurde. Diese Theorie erhält durch das neue Beweismaterial Auftrieb.

nck/DPA / DPA
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