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Totschlag eines Freiers: Callboy zu neun Jahren Haft verurteilt

Ein 24-jähriger Callboy ist wegen Totschlags an einem Freier zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Die Aussage, der Freier habe den Callboy Jahre zuvor vergewaltigt, konnte nicht nachgewiesen werden.

Er erschlug einen 73 Jahre alten Kunden mit einem Hammer, nun wurde ein Callboy in Lübeck dafür zu neun Jahren Haft verurteilt. Das Landgericht Lübeck sah als erwiesen an, dass der 24-Jährige seinen Freier im Dezember 2011 auf einem Parkplatz erschlagen und die Leiche im Auto des Opfers versteckt hatte. Sie war erst im März gefunden worden, nachdem die Alarmanlage des in einer Tiefgarage abgestellten Wagens losging.

Der Angeklagte hatte im Prozess ausgesagt, von seinem Opfer zwölf Jahre zuvor vergewaltigt worden zu sein. Dies habe weder bewiesen noch widerlegt werden können, sagte der Vorsitzende der I. Großen Strafkammer in der Urteilsbegründung. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Totschlags neun Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hatte eine Strafe zwischen sieben und acht Jahren beantragt.

jat/DPA / DPA
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