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Totschlag: US-Jury spricht schwedischen Rapper schuldig

Weil ein Fußgänger mit der Faust auf die Motorhaube seines Wagens geschlagen hatte, rastete der schwedische Rapper David Jassy komplett aus. Er griff den Mann an und raste anschließend mit seinem Geländewagen über dessen Körper hinweg. Eine Jury sprach ihn nun des Totschlags schuldig.

Der schwedische Rapper David Jassy (35) ist am Montag von einer kalifornischen Jury wegen Totschlags schuldig gesprochen worden. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, drohen dem auch als "Dave Monopoly" bekannten Musiker und Plattenproduzenten nun mindestens 15 Jahre bis lebenslängliche Haft. Der Richter in Los Angeles will das Strafmaß Anfang März bekanntgeben.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Fußgängers in Los Angeles im November 2008 war Jassy wegen "Mordes zweiten Grades" angeklagt worden. Das gilt für Tötungsdelikte, die nicht vorsätzlich begangen werden.

Der Skandinavier hatte sich derart über einen Fußgänger aufgeregt, dass er das Opfer überfuhr. Augenzeugen zufolge kam es zwischen Jassy und dem 55 Jahre alten Jazz-Pianisten John Osnes zunächst zu einem Streit, als der Fußgänger auf die Motorhaube von Jassy's Geländewagen schlug, der auf einen Zebrastreifen gefahren war. Laut Polizeibericht griff der Rapper den Mann an, fuhr dann mit seinem Wagen über das Opfer hinweg und flüchtete. Osnes erlag seinen Verletzungen, Jassy wurde wenig später festgenommen.

Während des Prozesses verteidigte sich Jassy, dass er in Notwehr handelte, nachdem Osnes handgreiflich wurde. Sein Anwalt argumentierte, dass der Fußgänger viel aggressiver war, als sein Verhalten von der Polizei beschrieben wurde.

Auf der MySpace-Seite des Musikers heißt es, dass er mit zahlreichen Künstlern zusammengearbeitet hat, darunter die amerikanische Sängerin Ashley Tisdale, die deutsche Mädchenband "No Angels" und der schwedische Popstar Darin.

DPA / DPA
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