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Tragödie im Münsterland: Vater tötet zwei Kinder und wirft sich vor Zug

Ein Vater hat in Lengerich offenbar seine beiden Kinder getötet und sich danach vor einen Zug geworfen. In einer Abschieds-SMS bekannte er sich zu der grausigen Tat.

Ein Familienvater hat im Münsterland offenbar seine beiden Kinder getötet und sich vermutlich anschließend selbst das Leben genommen. Die Leichen des zwei Jahre alten Mädchens und des fünfjährigen Jungen wurden am Mittwochmorgen in einer Wohnung in Lengerich entdeckt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Münster mitteilten.

Nach seiner Tat hat sich der Vater offenbar vor einen Zug geworfen. Das Auto des 34-Jährigen entdeckten die Ermittler später in der Nähe der Bahnstrecke Münster - Osnabrück. Dort habe sich der mutmaßliche Täter "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" vor einen Zug geworfen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. An den Gleisen wurde demnach ein menschlicher Torso gefunden.

Vater soll sich in SMS zu Tat bekannt haben

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schrieb der Mann vor seinem Tod eine SMS an seinen Vater, in der er sich zu der Tat an den Kindern bekannte und seinen Selbstmord ankündigte. Die Hintergründe der Familientragödie blieben zunächst unklar. Der Vater des mutmaßlichen Täters alarmierte nach Erhalt der Kurznachricht die Polizei, die daraufhin die Leichen der Kinder entdeckte. Sie seien am frühen Mittwochmorgen "vermutlich mit einem Messer" getötet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster.

Die Mutter der Kinder hatte nach ersten Erkenntnissen nicht in der Wohnung, sondern bei ihren Eltern übernachtet. Zu den Familienverhältnissen konnte der Sprecher noch nichts sagen. Eine 20-köpfige Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

mai/hw/AFP/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?