Trauer um getötete Maria Bögerl Heidenheim nimmt Abschied von Bankiersfrau


Eine Stadt nimmt Anteil: Viele Heidenheimer berührt das Schicksal der entführten und ermordeten Bankiersfrau Maria Bögerl. Zur Trauerfeier am Mittwoch waren die Kirchen überfüllt, vor den Kondolenzbüchern bildeten lange Schlangen.

Mit einer Trauerfeier haben in Heidenheim Angehörige, Freunde und Einwohner Abschied von der entführten und ermordeten Frau des Sparkassenchefs genommen. Zu dem Gottesdienst in die überfüllte Dreifaltigkeitskirche kamen am Mittwoch etwa 900 Menschen. Weitere 100 verfolgten im Freien über Lautsprecher die Trauerfeier für Maria Bögerl. Stunden vor Beginn hatte sich bereits eine lange Schlange vor den ausgelegten Kondolenzbüchern gebildet.

Am Mittwochmorgen gedachten der Getöteten bereits rund 100 Heidenheimer in der katholischen Bonifatiuskirche im Ortsteil Schnaitheim. Ein weiterer Gottesdienst ist für diesen Donnerstag in der Franz-Josef-Kapelle im Ortsteil Nietheim geplant. In der Nähe war am vergangenen Donnerstag die Leiche der 54-Jährigen entdeckt worden.

Am Mittwochabend war der Fall Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Gast im Studio war der Leiter der Sonderkommission "Flagge", die 80 Leute umfasst. Die Polizei erhoffte sich durch die Sendung weitere Hinweise, vor allem zu einem möglichen Zeugen, der mit einem Phantombild gesucht wird.

Bei der Suche nach dem Täter sei die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, sagte Sonderkommissionsleiter Schröppel. "Aktenzeichen XY... ungelöst" solle dabei helfen.

Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich auf Menschen, die sich in der Region auskennen. Es sei davon auszugehen, dass die Familie des Opfers sowie die Orte vor der Tat ausgekundschaftet wurden. Der Täter habe sich dort möglicherweise öfter aufgehalten und sei vielleicht gesehen worden.

Auch Besucher des Klosters Neresheim, in dessen Hof das Auto des Entführungsopfers gefunden wurde, sollten sich melden, sagte Schröppel. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, seien Belohnungen ausgesetzt worden: von privater Seite 14 000 Euro und von Seiten der Staatsanwaltschaft 6000 Euro.

DPA DPA

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