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Trotz Verbot Japan fängt wieder Wale


Die Jagd auf Wale im Südpolarmeer musste Japan einstellen. Doch ganz auf den Walfang will der Inselstaat nicht verzichten und fängt jetzt vor der eigenen Küste - mit der Wissenschaft als Vorwand.

Japans Walfänger sind zur Jagd auf Zwergwale vor der nördlichen Küste des Inselreichs aufgebrochen. Der Küstenwalfang - zu vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken - ist Teil der jährlichen Jagd im Pazifik.

Eine Flotte aus vier kleinen Schiffe verließ am Sonntag Kushiro auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Bis zu 51 Zwergwale sollen bis Oktober vor Kushiro gefangen werden. Durch Untersuchungen des Mageninneren der Meeressäuger solle der Einfluss der Wale auf die Küstenfischerei untersucht werden, hieß es. Das Fleisch der Wale werde zum Verzehr verkauft.

Es ist die erste Jagd auf Wale vor Kushiro seit dem Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag im März, wonach Japan die angeblich zu Forschungszwecken abgehaltene Jagd auf die Wale im Südpolarmeer einstellen muss. Das bisherige Forschungsprogramm habe keinem wissenschaftlichem Zweck gedient, so die Richter. Ungeachtet dessen plant Japan, im kommenden Jahr dennoch wieder in der Antarktis zu jagen, diesmal allerdings ausschließlich Zwergwale.

stb/DPA DPA

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