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TV-Auftritt nach Freispruch: Kachelmann kehrt ins Regionalfernsehen zurück

Der Freispruch von Jörg Kachelmann ist lange rechtskräftig. Jetzt ist der Wetter-Moderator nach knapp zweijähriger Pause auf die Mattscheibe zurückgekehrt - mit handbeschriebenen Karten und breitem Lachen.

Knapp zwei Jahre nach seinem unfreiwilligen Abschied von der ARD ist der Wetterexperte Jörg Kachelmann auf den Bildschirm zurückgekehrt. Im Rollkragenpullover und mit breitem Lachen begrüßte der 53-Jährige am Abend die Zuschauer des fränkischen Regionalsenders main.tv zur Präsentation des Wochenendwetters.

Kachelmann hielt Blätter mit handbeschriebenen Karten in die Kamera und kündigte den Mainfranken eine russische Kaltfront und ein "Flöckeln auf den Bergen der Heimat" an. Die etwa zwei Minuten langen Wettervorschauen mit Kachelmann sollen künftig jeden Freitag bei main.tv zu sehen sein.

Der Moderator war im März 2010 wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs festgenommen worden, nach einem langwierigen Prozess wurde er im Mai 2011 aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Mit seiner Festnahme war er auch vom ARD-Bildschirm verschwunden.

jar/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?