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U-Bahn-Anschlag in Minsk Lukaschenko nennt Anschlag "aufgeklärt"


Nach dem Anschlag in Weißrussland ist die Opferzahl auf zwölf gestiegen. Bei einer Explosion in einer U-Bahnstation in Minsk wurden rund 200 Menschen verletzt. Der mutmaßliche Täter befindet sich offenbar in Gewahrsam.

Der Bombenanschlag auf die U-Bahn in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist nach Angaben von Präsident Alexander Lukaschenko bereits aufgeklärt. Festgenommene hätten ein Geständnis abgelegt, sagte der autoritär regierende Staatschef am Mittwoch in der weißrussischen Hauptstadt. Die Männer hätten sich auch zu früheren Anschlägen in Weißrussland bekannt, sagte der Präsident nach Angaben der unabhängigen Agentur Belapan. Bereits am Dienstag - nur einen Tag nach dem Anschlag - waren drei Menschen festgenommen und vernommen worden.

Bei dem Bombenanschlag in der weißrussischen Hauptstadt Minsk waren am Montag zwölf Menschen getötet worden, rund 200 wurden verletzt. Die Explosion ereignete sich in der U-Bahnstation Oktjabrskaja mitten im abendlichen Berufsverkehr. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Terroranschlag. Erste Verdächtige sind bereits festgenommen worden. Der Ausgang der Metrostation führt zum Büro und zur Residenz Lukaschenkos. Das Gebäude des Nationalen Sicherheitsrats liegt ebenfalls in der Nähe. Lukaschenko wollte am Montag nicht ausschließen, dass der Anschlag "aus dem Ausland" organisiert wurde. Weißrussland galt bislang nicht als Ziel von Terroristen.

Schon am Montag hatte Lukaschenko über mögliche Verbindungen zu einem Bombenanschlag am Tag der Unabhängigkeit in Minsk im Juli 2008 spekuliert. Damals waren 50 Menschen verletzt worden. Der KGB hatte daraufhin vier mutmaßliche Mitglieder der nationalistischen Untergrundorganisation Weiße Legion unter Terrorverdacht festgenommen, die sich zur Gewalt im Kampf gegen staatliche Organe bekennt.

jwi/liri/AFP/DPA DPA

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