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UN-Kriegsverbrechertribunal: Karadzic will seinen Prozess weiter boykottieren

Der frühere Serbenführer Radovan Karadzic will seinen Prozess von dem UN-Kriegsverbrechertribunal weiter boykottieren. Der Angeklagte werde auch am Dienstag nicht vor Gericht erscheinen, sagte Karadzics Rechtsbeistand Marco Sladojevic am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Der frühere Serbenführer Radovan Karadzic will seinen Prozess von dem UN-Kriegsverbrechertribunal weiter boykottieren. Der Angeklagte werde auch am Dienstag nicht vor Gericht erscheinen, sagte Karadzics Rechtsbeistand Marco Sladojevic am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Er sagt, dass er morgen nicht erscheinen wird", sagte Sladojevic nach einem Treffen mit Karadzic im Untersuchungsgefängnis des Tribunals in Den Haag.

Karadzic, der sich wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten muss, hatte die Prozesseröffnung am Montag wie angekündigt boykottiert. Auch seine Rechtsvertreter erschienen nicht. Das Gericht erwägt nun die Einsetzung eines Pflichtverteidigers. Einem Pflichtverteidiger müssten jedoch Monate zum Aktenstudium eingeräumt werden. Karadzic will sich jedoch grundsätzlich selbst verteidigen.

AFP / AFP
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