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Ungeklärter Mordfall: Massengentest im Fall Bögerl hat begonnen

Wer tötete Maria Bögerl? Die Polizei hat rund 3000 Männer aufgerufen, Speichel abzugeben. Nach fast vier Jahren soll der DNA-Test den Mord an der Bankiersgattin doch noch aufklären.

Fast vier Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl hat ein Massengentest begonnen, um den Fall doch noch zu klären. Seit Freitag sind nach Angaben der Polizei rund 3000 Männer aus der Gesamtgemeinde Neresheim im Ostalbkreis aufgerufen, eine Speichelprobe abzugeben. Noch bis Sonntag können sie sich an dem freiwilligen Test beteiligen.

Die 54-jährige Bögerl war am 12. Mai 2010 aus dem Haus ihrer Familie in Heidenheim entführt worden. Knapp drei Wochen später fand man sie erstochen in einem Wald. Ein bis heute unbekannter Täter hatte sich nach der Entführung telefonisch gemeldet und 300.000 Euro Lösegeld gefordert, die Geldübergabe scheiterte aber.

Bereits 3000 Proben wurden erfolglos verglichen

Im Auto der Frau hatte die Polizei DNA-Spuren entdeckt, die bislang nicht zugeordnet werden konnten. Zwischenzeitlich geriet auch der Ehemann fälschlich unter Verdacht. Gut ein Jahr nach dem Mord nahm er sich das Leben.

Die Polizei bittet nun alle Männer im Alter von 21 bis 68 Jahren, die zwischen Januar 2010 und Oktober 2013 in der Gesamtgemeinde Neresheim gewohnt haben, zu dem Gentest. Bislang wurden bereits 3000 DNA-Proben ohne Erfolg mit den Spuren verglichen. Die Ermittler sehen aber ausreichende Hinweise dafür, dass der Täter in Neresheim gewohnt haben könnte.