HOME

Ungeklärter Todesfall in Russland: Wilde Spekulationen um ermordetes Model

Der mysteriöse Tod eines Models beschäftigt die Polizei in Russland. Sie fand im Uralgebirge die verstümmelte Leiche der 28-Jährigen. Unter Mordverdacht steht ihr Ehemann, ein berühmter Fotograf.

Die Beziehung von Yulia Loshagina zu ihrem Mann Dmitry Loshagin war spektakulär: Schließlich war die 28-jährige die Geliebte des in der Region berühmten Fotografen, der gute Beziehungen zu den Oligarchen im zentralrussischen Ural-Gebirge pflegte. Mit Aufnahmen von Wirtschaftsmagnaten machte er sich einen Namen und nebenbei ein Vermögen. In Jekaterinburg, der viertgrößten Stadt des Landes, besaß er eine luxuriöse Penthouse-Wohnung. Bei einem Foto-Shooting in Indien, wo der 37-jährige Yulia Loshagina auf dem Rücken eines Elefanten fotografierte, verliebten sich die beiden. Schnell wurde Yulia zu seinem Lieblingsmotiv und so eines der berühmtesten Models der Region. Vor zwei Jahren heiratete das Paar.

HIV als Mordmotiv?

Doch nun fand die Liebesgeschichte ein tragisches Ende. Nach einer Party auf der Dach-Terrasse der gemeinsamen Wohnung Ende August verschwand Yulia. EIne Tage danach fand man ihre nackte Leiche in einem einsamen Waldgebiet 37 Kilometer von Jekaterinburg: Laut der britischen Zeitung "Daily Mail" war ihr Genick gebrochen und das Gesicht derart von Verbrennungen entstellt, dass ihre Identität nur per DNA-Test geklärt werden konnte. Außerdem, berichtet das Blatt, habe die Obduktion der Leiche ergeben, dass das Model HIV-positiv war. Das gibt nun Anlass zu Spekulationen über ein ungewöhnliches Mordmotiv: Der russischen Zeitung "Komsomolskaya Pravda" zufolge prüft die Polizei, ob ihr Ehemann sie möglicherweise umbrachte, weil sie ihn mit HIV infiziert habe könnte. "Eine Version ist, dass Dmitry Loshagin ausgerastet ist, als er erfuhr, dass seine Frau ihn mit HIV angesteckt hatte", schreibt die Zeitung.

Die Behörde stellte unterdessen klar, dass Dmitry Loshagina zwar auf einer Geschäftsreise vorläufig festgenommen wurde, aber noch nicht des Mordes angeklagt sei. "Man prüfe lediglich, ob er darin verwickelt sein könnte. Dmitry Loshagin selbst bezeichnete die Anschuldigungen als "haltlos", bestritt jede Schuld. Unterstützung bekommt er von seinen Freunden: Dmitry, sagen sie, könnte seine Frau niemals umgebracht haben. Yulias Bruder Mikhail hingegen bezweifelt das - er erhebt laut "Daily Mail" schwere Vorwürfe gegen Loshagin.

Schwere Vorwürfe gegen den Ehemann

Während die Familie des Opfers direkt nach dem Verschwinden der Frau die Polizei alarmiert habe, habe der Ehemann nichts unternommen und normal weiter gearbeitet, sagte er der Zeitung. Außerdem seien seine Angaben gegenüber der Polizei widersprüchlich. Erst habe Loshagin ausgesagt, seine Frau sei mitten in der Nacht mit dem Auto verschwunden, später sei die Rede davon gewesen, dass das Auto plötzlich wieder vor dem gemeinsamen Haus aufgetaucht sei. Als die Leiche von Yulia einige Tage später gefunden wurde, behauptet Mikhail, sei Dmitry dann zu beschäftigt gewesen, um sie zu identifizieren. "Ich bin gerade auf einer Foto-Präsentation und im Stress", habe er per SMS mitgeteilt. Und nicht zuletzt habe er einen Test mit einem Lügendetektor verweigert. "Ich glaube, er hat etwas zu verbergen."

AS