Urteil Haft für Messer-Attacke auf Rabbiner


Im Prozess um eine Messerattacke auf einen Rabbiner in Frankfurt ist der Täter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter befanden den 23-jährigen Deutsch-Afghanen der gefährlichen Körperverletzung für schuldig.

Das Frankfurter Landgericht sprach den 23-jährigen Deutsch-Afghanen der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. Die Richter erkannten keine Tötungsabsicht bei dem Mann, der den orthodoxen jüdischen Geistlichen angegriffen hatte. Eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags war daher nicht mehr infrage gekommen. Mit dem Strafmaß lag die Schwurgerichtskammer zwischen den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Der angeklagte Muslim Sajed A. hatte gestanden, den 43-jährigen orthodoxen Juden am 7. September 2007 auf offener Straße in Frankfurt in den Bauch gestochen zu haben. Der Beschuldigte berief sich auf Notwehr und sagte, er sei von dem Rabbiner bedroht worden. Der als Nebenkläger am Prozess beteiligte Geistliche Zalman Gurevitch bestritt dies jedoch. Nach seiner Aussage hatte Sajed A. ihn antisemitisch beleidigt und danach tätlich angegriffen.

Der Fall hatte bundesweites Aufsehen und eine Diskussion um vermeintliche "No-Go- Areas" für Juden in deutschen Städten ausgelöst.

DPA/AP AP DPA

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