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Urteil im "Maskenmann"-Prozess: Martin N. muss lebenslang ins Gefängnis

Der geständige Kindermörder Martin N. wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Anschließend kommt der als "Maskenmann" bekannt gewordene Angeklagte in Sicherungsverwahrung.

Der als "Maskenmann" bekannt gewordene Kindsmörder Martin N. ist vom Landgericht Stade zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Richter sprachen den 41-Jährigen am Montag des dreifachen Mordes und des mehrfachen sexuellen Missbrauchs schuldig. Außerdem stellten sie die besondere Schwere der Schuld fest.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten zuvor in ihren Plädoyers die Höchststrafe gefordert. Die Anklagebehörde hielt es außerdem für notwendig, dass das Landgericht Sicherungsverwahrung anordnet. Ein Gutachter hatte Martin N. zuvor als rückfallgefährdet eingestuft.

Der aus Bremen stammende Pädagoge hatte vor Gericht gestanden, zwischen 1992 und 2001 drei Jungen ermordet und zahlreiche missbraucht zu haben. Er war nachts in Häuser, Schullandheime und Zeltlager eingedrungen, um sich an den Kindern zu vergehen. Den 13-jährigen Stefan, den achtjährigen Dennis R. und den neunjährigen Dennis K. entführte und tötete er.

Martin N. hofft auf Therapie

Die Polizei suchte jahrelang vergeblich nach dem Serientäter, den die Medien "Maskenmann" getauft hatten, weil er bei seinen Taten eine dunkle Sturmhaube trug. Ein früheres Missbrauchsopfer brachte die Fahnder im vergangenen Frühjahr schließlich auf die Spur von Martin N., der inzwischen in Hamburg lebte. Fast zwei Jahrzehnte führte der Pädagoge ein Doppelleben, ohne dass jemand Verdacht schöpfte.

Im Gerichtssaal hatte der Angeklagte beharrlich geschwiegen. Sein Geständnis ließ er von seinen Verteidigern verlesen. Erst am letzten Verhandlungstag ergriff er das Wort. Seine Taten seien nicht entschuldbar, sagte er. Er habe seinen Opfern und deren Angehörigen unfassbares Leid zugefügt. Dennoch hoffe er auf eine Therapie im Gefängnis, um eines Tages ein neues Leben in Freiheit beginnen zu können.

mlr/AFP/DPA / DPA