VG-Wort Pixel

Düsseldorfer Zelle Urteil im Al-Kaida-Prozess steht an


Der Hauptangeklagte wollte "Menschen schlachten" und soll mit drei anderen mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Anschläge geplant haben. Am Donnerstag wird nach 162 Prozesstagen das Urteil erwartet.

Im Prozess gegen vier mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen verkündet das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Donnerstag das Urteil. Die Richter hatten in dem Mammutverfahren mehr als zwei Jahre lang an 162 Tagen verhandelt. Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, im Auftrag der Al-Kaida-Führung eine Serie von spektakulären Splitterbombenanschlägen geplant zu haben. Damit habe das islamistische Terrornetzwerk 2011 dem eigenen Niedergang begegnen wollen. Ein konkretes Anschlagsziel habe noch nicht festgestanden.

Die Bundesanwaltschaft hat neuneinhalb Jahre Haft für den Hauptangeklagten Abdeladim El-K. gefordert. Sie hält ihn für den bislang ranghöchsten Al-Kaida-Terroristen vor einem deutschen Gericht. Sein Ziel sei es nach seinen eigenen Worten gewesen, Menschen "zu schlachten". Für die anderen drei Angeklagten forderte die Bundesanwaltschaft Haftstrafen zwischen sechs und acht Jahren. Die Verteidiger beantragten für den Hauptangeklagten maximal sieben Jahre Gefängnis, für einen weiteren eine Strafe unter drei Jahren sowie zwei Freisprüche.

Die Düsseldorfer Zelle war im Frühjahr 2011 nach monatelangen Observationen ausgehoben worden. Auf ihre Spur waren die Sicherheitsbehörden durch Hinweise aus Geheimdienst- und Islamistenkreisen gekommen.

haw/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker