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Urteil in Sachsen: Mehrere Jahre Haft für Folterer aus Jugendknast

Sie wollten ihr Opfer so lange quälen, bis es Selbstmord begeht. So der Plan. Doch er ging nicht auf - und die beiden Folterer aus dem Jugendgefängnis im sächsischen Regis-Breitingen müssen noch länger hinter Gitter.

Im Prozess um den Folterskandal in einem Jugendgefängnis in Sachsen sind die beiden Angeklagten am Donnerstag zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Richter Norbert Göbel sprach sie am Leipziger Landgericht wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und versuchten Mordes schuldig. Die Angeklagten hatten versucht, den Mithäftling Thomas P. durch Quälereien in den Selbstmord zu treiben. Das Opfer hatte die Taten im Gefängnis Regis-Breitingen überlebt, ist allerdings noch in psychologischer Behandlung.

Der 17 Jahre Nouredine F. bekam eine Jugendstrafe von sechs Jahren. Der 26-Jährige Patrick B. wurde zu sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. "Den Angeklagten kam es von Anfang an darauf an ihr Opfer zu töten, allerdings wollten sie es wie einen Selbstmord aussehen lassen", begründete Göbel sein Urteil.

DPA / DPA