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Urteil: Jugendliche verbrennen Obdachlosen

In Cordaba haben drei Jugendliche einen behinderten Obdachlosen angezündet und verbrannt. Ihre schreckliche Tat filmten sie auch noch mit dem Handy. Ein Richter hat sie deswegen zu jeweils fünf Jahren Jugendarrest verurteilt.

Drei spanische Teenager haben einen Obdachlosen bei lebendigem Leibe verbrannt und seinen Todeskampf mit dem Handy gefilmt. Ein Gericht im südspanischen Córdoba verurteilte sie nun zu je fünf Jahren Jugendarrest.

Der Richter sah es nach Presseberichten als erwiesen an, dass die drei Täter zwischen 15 und 16 Jahren den gehbehinderten Mann im Oktober 2007 mit Lösungsmittel übergossen, mit einem Feuerzeug anzündeten und den Mord mit der Handy-Kamera filmten. Tags zuvor waren sie ihrem Opfer bereits in einem Park begegnet und hatten es beschimpft und getreten, wie es weiter hieß.

Der Mann lebte in einer baufälligen Hütte ohne Tür. Dort hätten die Teenager ihn aufgesucht. Das Opfer saß auf einem Stuhl und konnte wegen seiner Behinderung nicht entkommen. "Geschafft. Wir haben ihn getötet. Jetzt sind wir Mörder" - mit diesen Worten sollen sich die Jugendlichen gegenüber Freunden der Tat gebrüstet haben.

In dem Prozess hatten die Angeklagten versichert, sie hätten dem Obdachlosen nur einen Schrecken einjagen wollen und lediglich die Hütte in Brand gesteckt. Dies ließen die Richter nicht gelten. Die Autopsie habe ergeben, dass der Mann starb, weil sein Körper mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und dann angezündet worden sei.

DPA / DPA
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