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Urteil: Muslimischer Gymnasiast darf nicht in der Schule beten

Ein muslimischer Gymnasiast darf sein rituelles Mittagsgebet nun doch nicht auf dem Schulgelände verrichten. Das Berliner Oberverwaltungsgericht kippte am Donnerstag ein Urteil der ersten Instanz vom September 2009. Dieses hatte dem 16-Jährigen das Recht eingeräumt, in der Pause einmal täglich in der Schule zu beten.

Ein muslimischer Gymnasiast darf sein rituelles Mittagsgebet nun doch nicht auf dem Schulgelände verrichten. Das Berliner Oberverwaltungsgericht kippte am Donnerstag ein Urteil der ersten Instanz vom September 2009. Dieses hatte dem 16-Jährigen das Recht eingeräumt, in der Pause einmal täglich in der Schule zu beten.

Um Konflikte mit Mitschülern zu vermeiden, hatte die Schule dem Jugendlichen einen separaten Raum zum Gebet zur Verfügung gestellt. Das Oberverwaltungsgericht begründete sein Urteil damit, dass der Schulfrieden nur dann gewahrt werden könne, wenn der 16-Jährige in einem separaten Raum bete. Auf diesen habe er aber keinen verfassungsrechtlichen Anspruch. Das Mittagsgebet sei zwar vom Schutz der Religionsfreiheit erfasst. Eine Einschränkung dieser sei aber in diesem Fall gerechtfertigt.

APN / APN
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