Urteil Samurai-Amokläufer muss in die Psychiatrie


Weil er mit einem Samuraischwert bewaffnet ein Blutbad angerichtet hat, muss der Täter in die Psychiatrie. Das Gericht befand den 25-Jährigen für schuldunfähig - er gab an, von Gott geschickt worden zu sein.

Ein 25-jähriger Tamile, der mit einem Samuraischwert in einer Kirche ein Blutbad angerichtet hat, wird in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Nach dem Urteil des Landgerichts Stuttgart ist der Mann wegen religiösen Wahns schuldunfähig. Er hatte gestanden, im vergangenen April in der Stuttgarter Christuskirche eine Frau getötet und drei weitere Menschen schwer verletzt zu haben. Nach seiner Aussage hat Gott ihm den Auftrag erteilt und Jesus bei den Hieben die Hand geführt.

Der 25-Jährige hatte bei seinem Amoklauf eine 43-jährige Frau getötet. Einem 25-jährigen Gemeindemitglied wurde die Hand abgetrennt. Sie konnte in einer 16-stündigen Notoperation wieder angenäht werden. Einem 52-jährigen Mann versetzte der Beschuldigte Stiche in den Unterleib, eine 34-jährige Frau erlitt Schnittverletzungen im Halsbereich. Auch diese beiden Opfer konnten nur dank Notoperationen gerettet werden.

Unvorhersehbare Eskalation

Am Tattag hatten sich rund 70 Gemeindemitglieder nach dem Gottesdienst einen Film über die Tsunami-Katastrophe in Sri Lanka angesehen, als der 25-Jährige schwer bewaffnet in der Kirche erschien. Der Mann war zuvor bereits zwei Mal in der Kirche aufgefallen. Eine solche Eskalation war nach Polizeiangaben jedoch nicht vorhersehbar.

DPA DPA

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