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Zu Lebenslänglich verurteilt US-Gefängnis entlässt versehentlich Kindervergewaltiger – er ist seitdem auf der Flucht

Der 31-Jährige befindet sich seit Freitag auf der Flucht
Der 31-Jährige befindet sich seit Freitag auf der Flucht
© Georgia Department of Corrections
Ein Gefängnis im US-Bundesstaat Georgia hat versehentlich einen Mann entlassen, der wegen der Vergewaltigung einer Zehnjährigen lebenslang in Haft sitzen müsste. Die Fahndung nach dem 31-Jährigen läuft.

Im US-Bundesstaat Georgia ist ein zu lebenslanger Haft verurteilter Kindervergewaltiger auf der Flucht. Der seit 2015 inhaftierte 31-Jährige war am Freitag irrtümlich aus dem Gefängnis entlassen worden, wie die zuständige Behörde erst am Montag per Pressemitteilung bekanntgab. "Mit allen Mitteln" werde daran gearbeitet, den Vergewaltiger schnellstmöglich zu fassen, heißt es darin. Die Abteilung für entflohene Straftäter und US-Marshalls seien dem Mann auf den Fersen. 

Die Behörden stufen den Vergewaltiger als sehr gefährlich ein. Wer ihn antreffe, solle sich ihm auf keinen Fall nähern, sondern den Notruf wählen. Wie genau sich der "Fehler" am Freitag zugetragen hatte, der zur Entlassung des Mannes führte, gab die Behörde nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, warum die Öffentlichkeit erst am Montag informiert wurde.

Mann vergewaltigte jahrelang Tochter seiner Freundin

Laut US-Medien war der Mann im März 2015 wegen Vergewaltigung und schwerer Belästigung von Kindern zu drei lebenslangen Freiheitstrafen verurteilt worden. Er habe damals stets seine Unschuld beteuert. Der Lokalzeitung "Altanta's 11 Alive" zufolge hat er mehrfach die Tochter seiner damaligen Freundin vergewaltigt. Die sexuellen Übergriffe hätten demnach 2010 angefangen, als das Kind "um die zehn Jahre alt" war. Obwohl das Mädchen seine Mutter eingeweiht habe, hätte diese nichts gegen die Vergewaltigungen unternommen. Über Jahre habe sich dies so zugetragen, ehe der Mann 2014 festgenommen worden sei. Das Mädchen habe vor Gericht gegen ihren Peiniger ausgesagt. Zudem hätten medizinische Untersuchungen ihre Schilderungen bestätigt.

Das Lokalblatt sprach mit einem der damaligen Ermittler, der sein Unverständnis darüber zum Ausdruck brachte, warum der Mann versehentlich entlassen worden sei. So ein Fehler sei "unbegreiflich", wird der Mann zitiert.

Quellen:Georgia Department of Corrections / CNN / "Washington Post"

fin

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