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Extremes Stalking Mann soll Frau 500 mal Essen, Handwerker und Prostituierte geschickt haben

In einem weißen Pizzakarton leiget eine dick belegte Pizza mit Salami, Jalapenos und Käse
Nicht einmal die leckerste Pizza schmeckt, wenn ein Stalker sie für einen bestellt hat
© Picture Alliance
Wegen eines extremen Falls von Stalking ist ein 44-Jähriger auf Hawaii in Haft. Er soll einer Frau und ihrem Vater Hunderte ungebetener Besucher nach Hause bestellt haben.

Dem 44-jährigen Loren O. aus dem US-Bundesstaat Hawaii wird vorgeworfen, eine Frau und ihren Vater auf besondere Weise terrorisiert zu haben: Der Mann soll immer wieder Essen, Handwerker und sogar Prostituierte zu den beiden nach Hause geschickt haben.

Laut dem Nachrichtensender CNN schätzt der Vater, dass zwischen August 2018 und März 2019 rund 500 ungebetene Besucher vor der Tür ihres Hauses North Salt Lake, US-Bundesstaat Utah, erschienen seien. Auch habe der mutmaßliche Stalker laut Haftbefehl eine Kleinanzeige auf dem Portal "Craigslist" veröffentlicht, dass an der Privatadresse seiner Opfer Bedarf an Drogen und Prostituierten bestehe. "CNN" berichtet unter Berufung auf Gerichtsdokumente, dass Loren O. wegen Cyberstalkings, Beförderung einer Prostituierten sowie Bedrohung angeklagt werden soll.

Stalking trotz Kontaktsperre?

Denn O. soll der Frau in einer E-Mail geschrieben haben: "Schlafe mit einem offenen Auge und schaue weiter über deine Schulter, du verrückte Schlampe. Wir kommen dich, deinen blöden Vati und deine verrückte Mami holen." Er soll ihr auch gesagt haben: "Tue deiner Familie einen Gefallen und bringe dich einfach um."

O. soll das Stalking sogar fortgesetzt haben, nachdem die Familie bei einem Gericht in Utah eine Kontaktsperre und eine Verurteilung wegen Stalkings erreicht hatte. Warum O. sich die Frau und ihren Vater als Opfer ausgewählt hat, wollte Staatsanwalt John Huber laut "CNN" nicht verraten. Huber sagte demnach nur, die beiden seien keine Zufallsopfer gewesen. In einer Anhörung hat O. sich laut "Honolulu Star Adviser" dafür entschieden haben, in Hawaii in Haft zu bleiben, bis er nach Utah überstellt wird.

"Schwierige Zeit durchgemacht"

O.s Anwältin hat laut "Honolulu Star Adviser" darauf hingewiesen, dass O.s Frau dieses Jahr gestorben sei und ihr Mandant und seine Familie "eine schwierige Zeit" durchgemacht hätten. Warum deswegen auch seine Opfer zu leiden hatten, wird nun wohl ein Gericht klären.  

Quellen:CNN, KITV, "Honolulu Star Adviser", "Charlotte Observer".

tkr

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