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USA: Flugzeugentführer stellt sich nach 41 Jahren

Die Flugzeugentführung ist so lange her, dass es sich noch um eine Maschine der längst untergegangenen Pan Am handelte. Ein Amerikaner hat sich jetzt nach 41 Jahren im kubanischen Exil der Justiz gestellt - er hatte Sehnsucht nach seiner Familie.

41 Jahre nach der Entführung eines US-Passagierflugzeugs nach Kuba hat sich einer der Täter der US-Justiz gestellt. Der heute 66-Jährige gab an, er sei in die USA zurückgekehrt, weil er seine Familie wiedersehen wolle. Wie US-Medien berichteten, wurde er bei seiner Rückkehr am Sonntagabend in New York festgenommen und inhaftiert. Er "wird sich jetzt endlich vor der US-Justiz verantworten, der er sich über vier Jahrzehnte entzogen hatte", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Mann habe im November 1968 mit drei Komplizen eine Maschine der Fluglinie Pan Am auf dem Weg von New York nach Puerto Rico mit Waffengewalt unter Kontrolle gebracht und zur Landung in Havanna gezwungen. Seitdem habe er auf Kuba gelebt und sich dem Zugriff der US-Justiz entzogen, hieß es. Zwei seiner Komplizen waren bereits in den 70er Jahren in den USA zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Ende der 60er Jahre hatte es ein Welle von Flugzeugentführungen nach Kuba gegeben. Allein 1968 wurden 30 Flugzeuge auf die sozialistische Insel "umgeleitet". Nach Angaben von US-Medien waren die Täter häufig Linksradikale oder Verbrecher, die von der US-Regierung oder den Fluglinien Lösegeld erpressen wollten.

DPA / DPA