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Verdacht auf Subventionsbetrug: Durchsuchung bei Wiesenhof

Medienberichten zufolge gibt es Vorwürfe gegen Wiesenhof, jahrelang zu Unrecht Exportzuschüsse kassiert zu haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Büroräume des Geflügelschlachtbetriebs durchsuchen lassen.

Wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug beim Geflügelschlachtbetrieb Wiesenhof in Möckern (Sachsen-Anhalt) hat die Staatsanwaltschaft Büroräume und zwei Behörden durchsuchen lassen. Eine Unternehmenssprecherin teilte am Freitag in Bezug auf einen MDR-Bericht mit, Gegenstand des Verfahrens seien Ermittlungen gegen Wiesenhof Möckern.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg wollte den Unternehmensnamen Wiesenhof nicht bestätigen. Am Dienstag seien Büros eines Agrarbetriebs in Visbek bei Vechta, ein Betrieb in Möckern und Behörden in Sachsen-Anhalt durchsucht worden. Die Zentrale von Wiesenhof hat ihren Sitz im niedersächsischen Visbek.

Ermittlungen in dem Fall waren bereits Anfang März bekanntgeworden. Medienberichten zufolge geht es um Vorwürfe gegen Wiesenhof, jahrelang zu Unrecht Exportzuschüsse kassiert zu haben. Seitens der Ermittlungsbehörden wurden bislang allerdings keine Details bekanntgegeben. Wiesenhof hatte seinerzeit die Vorwürfe zurückgewiesen.

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Schlagzeilen über den Wiesenhof-Betrieb in Möckern gegeben. Behörden hatten den Betrieb Ende Februar vorübergehend stillgelegt. Zu den genauen Gründen waren keine Angaben gemacht worden. Das löste eine Debatte über mögliche Hygiene-Mängel aus. Wiesenhof musste 800.000 Hähnchen auf Eis legen. Ein Widerspruch des Unternehmens war erfolglos: Die Vögel durften nicht mehr als Lebensmittel verkauft werden, sondern maximal als Tierfutter, entschied das Landesverwaltungsamt Anfang April.

hw/DPA / DPA