Verdacht auf versuchten Totschlag Anführer der Flensburger "Hells Angels" in Untersuchungshaft


Spezialeinheiten der Polizei haben am Mittwoch das Vereinsheim der "Hells Angels" in Flensburg gestürmt und den Anführer der Rockergruppe verhaftet. Er steht im Verdacht des versuchten Totschlags.

Spezialeinheiten der Polizei haben am Mittwoch das Vereinsheim der "Hells Angels" in Flensburg gestürmt und den Anführer der Rockergruppe verhaftet. Er steht im Verdacht des versuchten Totschlags. Nach Angaben des Landeskriminalamtes in Schleswig-Holstein soll der 36 Jahre alten Mann Mitte September 2009 ein Mitglied der verfeindeten Rockergruppe "Bandidos" auf der Autobahn 7 bei Flensburg abgedrängt und einen Zusammenstoß provoziert haben. Das Opfer zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu.

Zudem werden den Angaben zufolge den Mitgliedern der "Hells Angels" in Flensburg Straftaten nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt. Bei einer Durchsuchung im November 2009 hatte die Polizei ein ganzes Waffenarsenal ausgehoben: Fünf Maschinenpistolen, zehn Schrotflinten und Pumpguns, zwei Revolver, zwei Pistolen, sowie dazugehöriger Munition und Sprengstoff.

"Die im Landeskriminalamt eingerichtete 'Sonderkommission Rocker' konnte über intensive Ermittlungen und Auswertungen der vorhandenen Spurenlage einen Bezug zwischen den Kriegswaffen und Mitgliedern des Hells Angels MC Flensburg herstellen", teilte die Polizei mit. Seit Sommer 2009 werde mit einem personalintensiven Einsatzkonzept frühzeitig und konsequent bei Rechtsverstößen gegen Mitglieder der rivalisierenden Motorradclubs vorgegangen.

"Hells Angels" und "Bandidos" liefern sich in einigen Bundesländern seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg, bei dem es Tote und Schwerverletzte gegeben hat.

APD APD

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