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Vergewaltigungsprozess Verdächtiger: "Ich kann sie nicht vergewaltigt haben, weil sie 300 Pfund wiegt"

Das Corte Madera Town Center in der kalifornischen Stadt Corte Madera.
Das Corte Madera Town Center in der kalifornischen Stadt Corte Madera. Hier soll die Vergewaltigung stattgefunden haben, die Izell Lewis zur Last gelegt wird.
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Izell Lewis wird verdächtigt, eine Frau in ein Treppenhaus gelockt und sie dort sexuell missbraucht zu haben. Der Boxer beteuert jedoch seine Unschuld und bringt vor Gericht seltsame Argumente vor.

Es ist eine seltsame Argumentation, die ein US-Gericht in Marin County von einem Angeklagten zu hören bekommen hat. Der 26-jährige Izell Lewis ist wegen Vergewaltigung und Vergewaltigung mit einem Objekt angeklagt. Eine seiner Bekannten beschuldigt ihn, sie im Juli letzten Jahres in ein Treppenhaus des Einkaufszentrums Corte Madera Town Center gelockt und sie dort missbraucht zu haben. Der Boxer und Fitnesstrainer streitet alle Vorwürfe ab, wie US-Medien berichten. Vor Gericht behauptete er am Donnerstag, er habe eine solche Tat gar nicht begehen können. Seine Begründung: "Ich bin ein gut aussehender Typ und die Klägerin wiegt 300 Pfund, ohne Übertreibung." Umgerechnet wären das ungefähr 136 Kilogramm. 

Mit dieser Aussage dürfte sich Lewis die Geschworenen nicht gerade gewogen gemacht haben. Zumal er sich bereits zuvor alle Mühe gegeben hat, sich im Gerichtssaal unbeliebt zu machen. 

So erklärte er, auf einen Anwalt verzichten und sich selbst verteidigen zu wollen. "Das ist eine schreckliche Idee", kommentierte der Richter Andrew Sweet laut der lokalen Zeitung "Marin Independent Journal". Sweet musste aber dem Willen des Angeklagten stattgeben, da die US-Verfassung eine Selbstverteidigung erlaubt.

Tumult im Gerichtssaal

Eine Schar von Unterstützern begleitete Lewis zur Verhandlung. Zwei seiner Befürworter wurden aus dem Saal geworfen, nachdem sie lauthals ihren Freund dazu bewegen wollten, doch eine rechtliche Vertretung in Anspruch zu nehmen. 

Lewis weigerte sich trotzdem, die Hilfe des gerichtlich gestellten Anwalts Michael Coffino anzunehmen - obwohl dieser ein halbes Dutzend Zeugen vorgeladen und einen Antrag auf die Zurückweisung der Klage vorbereitet hatte, weil sich das mutmaßliche Opfer in Widersprüche verstrickt haben soll. So habe sie zunächst angegeben, der Überfall habe sich am 27. Juli ereignet, später aber den 13. Juli angegeben. 

Gegen Lewis läuft eine zweite Klage

Gegen Lewis wird derzeit in einem weiteren Fall ermittelt. Während er im Vergewaltigungsprozess auf Kaution frei war, soll er sich vor einer Uber-Fahrerin entblößt und masturbiert haben. Auch in diesem Fall plädiert der Boxer auf unschuldig. Vor Gericht sagte er aus, er wäre zum Zeitpunkt des Vorfalls mit Babysitten beschäftigt gewesen. Sein Alibi konnte er aber bislang nicht belegen. 

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ivi

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