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Vereitelter Anschlag bei Weihnachtszeremonie: Somalier wollte Autobombe zünden

Sein Plan war perfide: Bei der traditionellen Weihnachtszeremonie in der US-Stadt Portland wollte ein 19-Jähriger eine Autobombe zünden. Gefahr bestand allerdings nicht: Sein vermeintlicher Komplize war ein verdeckter Ermittler des FBI.

Auf eine traditionelle Weihnachtsbaum-Zeremonie in Portland in Oregon sollte nach Mitteilung der US-Behörden ein Bombenanschlag verübt werden. Wie das Justizministerium am Samstag mitteilte, nahm die Polizei einen 19-Jährigen fest, der mit Hilfe eines Mobiltelefons eine Autobombe am Freitagabend fernzünden wollte. Der Sprengsatz war demnach allerdings nicht scharf und die Öffentlichkeit zu keiner Zeit in Gefahr. Dem Einsatz waren monatelange verdeckte Ermittlungen der Bundespolizei FBI vorausgegangen, die auch die vermeintliche Bombe besorgte. Der Mitteilung zufolge stammte der Verdächtige aus Somalia, ist US-Bürger und wohnte zuletzt in Oregon.

Ziel der Aktion war laut Mitteilung ein Fest, bei dem einen Tag nach Thanksgiving in der Innenstadt von Portland die Beleuchtung eines mehr als 20 Meter hohen Weihnachtsbaumes angeschaltet wurde. Der 19-Jährige war sich nach Angaben von FBI-Beamten bewusst, dass die Tat auch Familien und Kinder treffen würde. "Die Bedrohung war sehr real", erklärte FBI-Ermittler Arthur Balizan einer Mitteilung zufolge.

Den Ermittlungen zufolge war der Verdächtige auch mit einem Terrorverdächtigen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan per E-Mail in Kontakt. Ein FBI-Ermittler habe sich schließlich als dessen Komplize ausgegeben und sei so in Kontakt gekommen. Unter anderem hätten der 19-Jährige und verdeckte Ermittler an einem abgelegenen Ort in Oregon eine in einem Rucksack versteckte Bombe zu Testzwecken gezündet, hieß es in der Mitteilung. Nach dem Anschlag in Portland wollte der 19-Jährige demnach aus den USA fliehen. Der Mann soll am Montag einem Bundesgericht in Portland vorgeführt werden. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Der Freitag nach dem Erntedankfest ist in amerikanischen Einkaufszentren einer der betriebsamsten Tage des Jahres. Viele Amerikaner nutzen ihn als Brückentag, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Auch in anderen Städten wird mit dem Anschalten der Baumbeleuchtung der Beginn der Weihnachtszeit gefeiert. So soll das traditionelle Fest im Rockefeller Center in New York am kommenden Dienstag stattfinden.

Reuters / Reuters