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Verkehrskontrolle in Bayern: Mann eröffnet Feuer auf Polizisten

Eskalation bei einer Polizeikontrolle im bayerischen Geltendorf: Ein Mann schießt auf zwei Polizisten und kommt selbst ums Leben. Die Bergung des Leichnams bereitet den Einsatzkräften Probleme.

Bei einer Verkehrskontrolle im bayerischen Geltendorf im Landkreis Landsberg am Lech sind am Samstagmittag zwei Polizisten beschossen worden. Wie das Polizeipräsidium in Ingolstadt mitteilte, wollten die Beamten ein verdächtiges Fahrzeug in einem Waldgebiet nahe des Bahnhofs überprüfen. Daraufhin habe ein Mann sofort aus dem Auto heraus das Feuer auf die Polizisten eröffnet und einen von ihnen schwer verletzt.

Die Polizisten schossen demnach zurück, wobei auch der Angreifer getroffen wurde. Er erlag später seinen Verletzungen. Der verletzte Beamte wurde mit einem Rettungshubschrauber nach München in ein Krankenhaus geflogen. Die Verletzungen seien aber nicht lebensbedrohlich, hieß es. Der zweite Beamte blieb unverletzt, musste jedoch psychologisch betreut werden.

Verletzter Angreifer liegt stundenlang am Tatort

Die Polizei riegelte nach dem Schusswechsel den Tatort weiträumig ab. Dem angeschossenen Angreifer habe sie sich allerdings über Stunden nicht nähern können, da dieser laut Polizei einen Gegenstand am Körper trug, bei dem es sich um einen Sprengsatz hätte handeln können. Erst später sei geklärt worden, dass dies nicht der Fall war. Später habe dann ein Notarzt den Tod des Mannes festgestellt.

Der Hintergrund des Vorfalls war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Ein Polizeisprecher vor Ort sagte, einem Jogger sei das Auto in den vergangenen Tagen bereits mehrfach aufgefallen. An diesem Morgen habe er dann die Polizei verständigt.

kgi/DPA/AFP / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?