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Nach zwölf Jahren: Cold Case Georgine Krüger: So kamen die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen

Vor mehr als zwölf Jahren verschwand die damals 14-jährige Georgine Krüger spurlos. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet, der das Mädchen getötet haben soll. Wie kamen ihm die Ermittler nach all den Jahren auf die Spur?

Video: Tatverdächtiger im Vermisstenfall Georgine Krüger festgenommen

Seit dem 25. September 2006 sucht die Polizei nach Georgine Krüger. Die damals 14-Jährige stieg in Berlin-Moabit aus einem Bus nahe ihres Wohnhauses und ist seither spurlos verschwunden. Seit Dienstag behandelt die Polizei den Vermisstenfall als Mordfall.

Der Grund: Am Dienstagmorgen verhafteten die Ermittler einen 43-Jährigen, "der dringend verdächtig ist, die zur Tatzeit 14-jährige Schülerin Georgine Krüger am 25. September 2006 getötet zu haben." So steht es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Demnach soll der Beschuldigte die Jugendliche aus sexuellen Beweggründen auf dem Heimweg von der Schule abgefangen, in seinen Keller in Moabit gelockt und dort getötet haben. Eine Leiche ist dem Bericht nach allerdings noch nicht gefunden worden. Die Suche dauert an. 

So kamen die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen

Wie kamen die Beamten nach nun mehr zwölf Jahren auf die Spur des Mannes? Nachdem der Verdächtige durch zwischenzeitliche Erkenntnisse ins Visier der Polizei geraten war, wurde ein verdeckter Ermittler eingesetzt. Der Undercover-Polizist konnte die Verdachtsmomente den Angaben zufolge in den vergangenen Monaten soweit erhärten, dass es nun zu der Festnahme kam. 

Nachrichten Deutschland Georgine Krüger

Georgine wird seit dem 25. September 2006 vermisst. Sie kam aus der Schule. Um 13.50 Uhr stieg Georgine Krüger, 14, in der Perleberger Straße in Berlin-Moabit aus dem Bus, Linie M 27, 200 Meter von ihrem Elternhaus entfernt. Kurz nach 14 Uhr wurde ihr Handy ausgeschaltet. Bislang war völlig unklar, was in den Minuten dazwischen geschah.

Der Verhaftete ist der Polizei nicht unbekannt. 2012 war er bereits wegen sexueller Nötigung einer Zwölfjährigen verurteilt worden. Auch damals hatte er das Mädchen wegen sexueller Motive in seinen Keller gelockt. Nach Informationen des RBB hätten Erkenntnisse aus dieser Verurteilung entscheidend dazu beigetragen, den Familienvater als dringend tatverdächtig einzustufen. Es sei weiterhin aufgefallen, dass der Mann in auffälligem Maße an minderjährigen Mädchen interessiert sei. Eine vergleichende Überprüfung der Positionsdaten von seinem und Georgine Krügers Handy hätten den Verdacht zusätzlich erhärtet.  

Ende einer zwölf Jahre dauernden Suche

Sollte sich der Verdacht der Ermittler bestätigen und Georgine Krüger getötet worden sein, würde dies das Ende einer zwölf Jahre dauernden Suche bedeuten. Wie eingangs erwähnt, wurde die seinerzeit 14-Jährige am 25. September des Jahres 2006 zuletzt gesehen, als sie um 13.50 Uhr nur 200 Meter von ihrem Wohnhaus entfernt aus dem Bus stieg. Zehn Minuten später wurde ihr Handy ausgeschaltet, danach verlor sich jede Spur. Es sei "unwahrscheinlich, dass sich die Vermisste derzeit noch aus freiem Antrieb irgendwo verborgen hält", schrieb die Polizei seinerzeit. In der Folge verliefen die umfangreichen Ermittlungen ergebnislos, obwohl die Ermittler mehr als 300 Hinweisen nachgingen und unter anderem mit Mantrailer-Hunden nach dem Mädchen suchten. Irgendwann wurde der Fall zum Cold Case

Im März 2018 meldete sich ein anonymer Anrufer, der Hinweise auf einen möglichen Verbleib der Jugendlichen haben wollte. Auch diese Spur führte letztlich ins Nichts. 

Im Oktober befasste sich "Aktenzeichen XY...ungelöst" erneut mit dem Fall. Wieder gingen Hinweise ein. 

Nach dem Verschwinden des Mädchens wurde der nun Verhaftete sogar seinerzeit als Zeuge befragt. Damals kam laut Staatsanwalt allerdings kein Verdacht gegen in auf. Er hätte gesagt, er kenne das Mädchen nicht.

+++ Mehr zum Verschwinden von Georgine Krüger und von anderen Kindern lesen Sie hier im stern +++

Quellen: Polizei/Staatsanwaltschaft Berlin, RBB

Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?