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Flüchtlingsjunge verschleppt?: Im Fall des kleinen Mohamed ermittelt jetzt die Mordkommission

Vor einer Woche verschwand der kleine Mohamed in Berlin-Moabit. Die Polizei sucht jetzt nach einem Mann, der den Jungen entführt haben soll. Der Unbekannte ist auf einer Überwachungskamera zu sehen.

Ein Suchaufruf hängt an einem Fenster in Berlin

Ein Suchaufruf für Mohamed an einem Fenster in Berlin

Im Fall des vor einer Woche in Berlin verschwundenen vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed hat eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Polizei mit. Es werde öffentlich nach einem Unbekannten gefahndet, der mit dem Kind am 1. Oktober das Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso)  verlassen habe. Er sei auf inzwischen ausgewerteten Videoaufnahmen einer Überwachungskamera zu sehen.

Eine Straftat sei nicht ausgeschlossen. Mit Hilfe von Spürhunden war zuvor der Weg des Jungen aus Bosnien-Herzegowina auf dem Gelände des Lageso in Berlin-Moabit nachverfolgt worden.

Mutter erkennt ihren Sohn auf Überwachungsvideo

Die 28-jährige Mutter des Vermissten bestätigte gegenüber der "Bild"-Zeitung, dass sie ihren Sohn auf dem Video erkannt habe. Bei dem Unbekannten soll es sich um einen großen deutschen Mann mit Brille und Bart handeln. Laut dem Bericht hielt er Mohamed an der einen Hand und hatte eine Puppe oder ein Stofftier in der anderen Hand.

Die Mutter war mit dem Jungen und zwei weiteren Kindern aus Bosnien-Herzegowina nach Berlin geflüchtet. Sie hatte laut "Bild"-Informationen das Lageso an der Turmstraße am Donnerstag vor einer Woche gegen 12 Uhr besucht und dabei Mohamed aus den Augen verloren.

Hinweise nimmt das Landeskriminalamt in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Kontakt zum LKA Keithstraße unter Rufnummer 030/4664 912400, Fax: 030/4664 912499; E-Mail: vermisstenstelle@polizei.berlin.de 

tim / DPA