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Verschwundener Mirco aus Grefrath: "Aktenzeichen XY" soll helfen

Das Verschwinden von Mirco ist nun auch Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst". Am Mittwoch wird sich die Redaktion mit dem Fall des Zehnjährigen aus Grefrath beschäftigen. Unterdessen sucht die Polizei weiter nach dem Jungen.

Eineinhalb Wochen nach dem Verschwinden des zehnjährigen Mirco aus Grefrath wird nun auch im Fernsehen nach dem Jungen gesucht: In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" sollen die Zuschauer am Mittwochabend um Hinweise zu dem Vermisstenfall gebeten werden. Bereits am Dienstagabend soll ein Beitrag über den Fall Mirco in einer vergleichbaren Sendung des niederländischen Fernsehens ausgestrahlt werden. Bei der Suche nach Mirco konzentrierte sich die Polizei derweil am Dienstag auf das Gebiet um Wachtendonk-Vorst rund vier Kilometer Luftlinie nördlich von Grefrath. Einen entscheidenden Hinweis auf den Verbleib des seit dem 3. September vermissten Jungen hatten die Ermittler aber weiter nicht. Auch blieb zunächst unklar, ob in den vergangenen Tagen im Raum Grefrath gefundene Kleidungsstücke von Mirco stammen könnten. Die entsprechenden Untersuchungen dauerten an, sagte eine Polizeisprecherin. Am Freitag hatte die Polizei mitgeteilt, dass eine bei Grefrath entdeckte Trainingshose laut Untersuchungsergebnis eindeutig Mirco gehört hatte. Das Kleidungsstück hatte auf einem Parkplatz neben einem Mülleimer gelegen.

10.000 Euro Belohnung von privater Seite

Mirco hatte sich am Abend des 3. September nach dem Spielen auf einer Skater-Anlage mit dem Fahrrad auf den Heimweg gemacht, kam aber in seinem Elternhaus in Grefrath nicht an. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Die Staatsanwaltschaft setzte eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise aus, die zur Aufklärung der Tat und zur Ergreifung des Täters führen. Weitere 10.000 Euro wurden Medienberichten zufolge von privater Seite ausgelobt. Die Polizei hofft nach Angaben der Sprecherin weiter vor allem auf Hinweise auf einen dunklen Pkw, der Zeugen zufolge am Abend des 3. September an der späteren Fundstelle von Mircos Fahrrad in Grefrath geparkt haben soll.

Auch Beobachtungen von Autofahrern auf der Landstraße 39 zwischen Wachtendonk und Grefrath könnten von Bedeutung sein: Die Polizei nimmt an, dass der Täter mit seinem Fahrzeug am Abend von Mircos Verschwinden diese Straße befahren hat. In diesem Bereich verläuft auch die Autobahn 40, die in westlicher Richtung in die benachbarten Niederlande, in Gegenrichtung nach Duisburg führt.

Die Ermittler hoffen, dass Zeugen auf der Landstraße womöglich ein Pkw aufgefallen ist, der ohne ersichtlichen Grund auffallend langsam fuhr oder aber anhielt und wendete.

AFP/fo / AFP
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